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"Computer Bild": Sicherheits-Software im Test

Sicherheits-Software schützt Computer, Tablet und Smartphone vor Viren und mehr. Computer Bild hat acht Programme getestet, darunter sowohl kostenlose wie auch kostenpflichtige. Wer schützt gut und wer nicht?

Sicherheitslücke© pixel dreams / Fotolia.com

Hamburg – Wer ohne Sicherheits-Software mit PC oder mobilen Geräten wie Notebook, Smartphone und Tablet im Internet surft, riskiert zum Opfer von Virenattacken, Trojanern und sonstiger Malware zu werden. Cyberkriminelle sind recht kreativ beim Erfinden von neuer Schadsoftware. Auf dem Markt finden sich etliche Security Suiten, die einen Schutz vor solchen Angriffen versprechen. Doch was taugen diese in der Praxis? Die Computerzeitschrift "Computer Bild" hat im Rahmen eines aktuellen Tests in der ab 18. Februar erhältlichen Ausgabe 5/17 acht Internet-Schutzpakete von Antiviren-Herstellern unter die Lupe genommen.

Bitdefender bietet besten Schutz

Den Testsieg sicherte sich demnach das Schutzpaket "Internet Security 2017" von Bitdefender. Auf den weiteren Plätzen folgen Antiviren-Produkte der Hersteller Eset, G Data, Norton, F-Secure, Kaspersky und McAfee. Das Schlusslicht im Test war der kostenlose Windows Defender.

Die meisten Programme würden sich recht gut zum Schutz vor Erpresser-Viren (Ransomware) eignen. Bereits befallene Systeme ließen sich aber nur mit der Lösung von Eset wieder gut bereinigen. "Eine Rettung der vom Schädling verschlüsselten Dateien schaffte keines der getesteten Produkte. Hier besteht erheblicher Verbesserungsbedarf", betont "Computer Bild"-Redakteur Andy Voß.

Kostenloser Windows Defender entdeckt viele Schädlinge nicht

Vor große Herausforderungen sind die Hersteller beim Schutz von vernetzten Geräten im Smart Home gestellt. Das Programm von Eset könne zwar veraltete Software bei Geräten im WLAN-Netz aufspüren. Dies funktionierte jedoch nicht bei Kunden, die einen Internetzugang per Kabel nutzten. Auch eine Warnung vor unbekannten Geräten im heimischen Netzwerk wurde nicht abgegeben. Das Gratis-Sicherheitspaket Windows Defender ließ im Test der Zeitschrift mehr als ein Prozent aller Schadprogramme durch. "Das sind 20-mal so viele wie bei den anderen Testkandidaten", so Voß. Zum sorgen- und virenfreien Surfen im globalen Netz sollten Internetsurfer daher zu einem der kostenpflichtigen Schutzprogramme greifen.

Vorsicht vor Abofallen

Allerdings sollten Kunden auf Abofallen bei den Security Suiten achten. So sei bei Norton und McAfee ein Kauf ohne Abo nicht möglich gewesen. Bei Bitdefender und Kaspersky sei ein entsprechender Haken bereits vorab gesetzt gewesen und musste beim Kauf vom Kunden entfernt werden. Bei G Data stand es den Nutzern frei, einen Haken für ein Abonnement zu setzen. Auf solche Abo-Angebote hätten nur Eset und F-Secure verzichtet.

Für den Test der acht Internet-Schutzpakete wurden nach Angaben der "Computer Bild" 83.477 Schädlinge auf die Programme losgelassen. Außerdem seien 48.910 Angriffe durchgeführt worden.

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