Kostenbeteiligung

Deutsche Telekom will an Google, Apple & Co mitverdienen

Die Telekom hat Milliarden investiert, um schnelle Bandbreiten für mobiles Internet zu ermöglichen. Nun will der Konzern von Serviceanbietern mit hohen Datenaufkommen wie Google oder Apple Gebühren für die Nutzung des Netzes verlangen. So sollen die Kosten für den Netzaufbau wieder reinkommen.

23.03.2010, 09:11 Uhr
Internet© jamdesign / Fotolia.com

Bonn/Hamburg (red) – Netzbetreiber wie die Deutsche Telekom investieren viel Geld in ihre Netze, um hohe Bandbreiten für mobiles Internet zu ermöglichen. Die Telekom will daher nun Anbieter von Diensten mit hohem Datenaufkommen an den Kosten beteiligen. Die Anbieter sollen dafür zahlen, dass die Dienste im Netz verfügbar sind, berichtet das Manager Magazin.

Angepeilt: Gebühren pro Nutzer

Konzerne wie Google, Apple oder Microsoft verdienen an den Zugriffen der Nutzer auf ihre Dienste. Nun will die Telekom an dem Gewinn beteiligt werden, um die Kosten zu verteilen. Denn man könne nicht alles umsonst anbieten, so Telekom-Chef René Obermann. Allerdings sind nach Ansicht der Anbieter die Netzbetreiber wiederum auf Großabnehmer wie Google angewiesen, wiel sie sonst große Datenpakete kaum verkaufen könnten.

Kritik von mehreren Seiten

Kritik wird der Konzern aber vermutlich nicht nur von Diensteanbietern ernten. Durch die Gebühren könnte der Wettbewerb verschoben und manche Anbieter zu Lasten anderer bevorzugt werden, fürchten Branchenkenner. Dadurch könnte die Netzneutralität gefährdet werden. Netzneutralität beschreibt die ungefilterte Nutzung von Internetinhalten – ohne Einschränkungen von Netzbetreibern, Dienstleistern und anderen.

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