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Die 10 wichtigsten Sicherheitstipps für Online-Weihnachtseinkäufe

Wichtig sind unter anderem ein Blick ins Impressum des Händlers, die Vollständigkeit der Preisangaben, übersichtliche AGB und auch die technische Sicherheit. Sinnvoll ist es auch, den Kundenservice vorab zu testen.

Breitband© Jakob Radlgruber / Fotolia.com

Das Einkaufen im Internet wird immer beliebter, lockt aber auch Betrüger an. Nach einer Studie der D21-Projektgruppe "Effektive Betrugsbekämpfung" ist der Warenbetrug (bezahlte Ware wird nicht geliefert) mit 41,8 Prozent das häufigste Delikt.

Wer also beim Weihnachtseinkauf keine böse Überraschung erleben will, sollte ein paar Vorsichtsmaßnahmen beachten. Der Shop-Prüfer Trusted Shops hat die zehn wichtigsten Regeln für einen sicheren Weihnachtseinkauf zusammengestellt:

  • 1. Ein leicht auffindbares Impressum ist wichtig, falls Sie Fragen zu Produkten haben oder es zu Abwicklungsproblemen kommt. Neben Vertretungsberechtigten des Unternehmens sollten auch Ansprechpartner für Kundenanfragen und eine Telefonnummer angegeben sein. Tipp: Achten Sie unbedingt auf eine Anschrift mit Straße, Hausnummer und Ort. Wird nur eine Postfachanschrift angegeben, ist größte Vorsicht geboten.
  • 2. Vollständige Preisangaben sind ein Muss. Jeder Online-Händler ist verpflichtet, vor Abgabe Ihrer Bestellung Endpreise inklusive aller Versand- und Zusatzkosten (zum Beispiel Steuern oder Zölle) zu nennen. Die Kosten müssen in den Preis eingerechnet oder einer leicht verständlichen Versandkostentabelle zu entnehmen sein. Tipp: Prüfen Sie, ob das vermeintliche Schnäppchen auch nach Einbeziehung der Versandkosten noch günstig ist.
  • 3. Angaben zur Lieferzeit sollten leicht auffindbar, präzise und widerspruchsfrei sein. Werden auf Produktseiten keine besonderen Lieferzeiten angegeben, muss der Händler laut Bundesgerichtshof die Ware sofort liefern. Tipp: Bei Unklarheiten sollten Sie im Vorfeld eine schriftliche Bestätigung des Liefertermins verlangen, damit das Weihnachtsgeschenk nicht erst zu Ostern eintrifft.
  • 4. Beim Online-Einkauf ist finanzielle Sicherheit besonders wichtig. Am sichersten ist die Zahlung erst nach Erhalt der Ware, das heißt, auf Rechnung oder per Nachnahme. Viele Anbieter verlangen jedoch Vorkasse durch Überweisung oder Kreditkartenzahlung. Tipp: Eine Vorkassezahlung sollte immer durch einen Drittanbieter abgesichert sein, zum Beispiel durch den eBay-Treuhandservice oder die Geld-zurück-Garantie von Trusted Shops.
  • 5. Je nach Zahlungsart spielt die technische Sicherheit eine große Rolle. Werden die Bankverbindung oder Kreditkartendaten übertragen, muss dies SSL-verschlüsselt geschehen. Tipp: Die Verschlüsselung erkennen Sie an dem "https" vor der Internetadresse und an dem Schloss- oder Schlüsselsymbol in der Browser-Statusleiste.
  • 6. Achten Sie auf klare Aussagen zum Datenschutz. Ihre Daten dürfen nur für die Bestellabwicklung verwendet werden. Eine Nutzung zu anderen Zwecken ist nur mit Ihrer ausdrücklichen Einwilligung zulässig, die Sie jederzeit widerrufen können. Tipp: Gegen unerwünschte E-Mail-Werbung können Sie sich mit Hilfe des Anti-Spam-Projekts der Verbraucherzentralen zur Wehr setzen (www.vzbv.de).
  • 7. Übersichtliche AGB und ein klar formuliertes Widerrufsrecht zeigen, dass der Händler Kundenrechte ernst nimmt. Das Widerrufsrecht gilt für alle Internet-Einkäufe (auch bei gewerblichen eBay-Verkäufern), ohne dass ein Grund genannt werden muss. Tipp: Findet sich im Bestellverlauf kein Hinweis oder werden Angaben in den AGB versteckt, sind Probleme bei Umtausch oder Rückgabe vorprogrammiert.
  • 8. Der Kundenservice lässt sich im Vorfeld nur schwer überprüfen, wenn der Händler nicht mit einem anerkannten Gütesiegel zertifiziert ist. Neben dem 14-tägigen Widerrufsrecht haben Sie immer die Möglichkeit, falsche oder defekte Waren umzutauschen oder den Kaufpreis zurückzuverlangen. Tipp: Rufen Sie ruhig einmal an, um die Erreichbarkeit zu testen, oder überprüfen Sie, wie schnell auf eine Frage per E-Mail geantwortet wird.
  • 9. Die Veröffentlichung von Kundenbewertungen gibt in einigen Fällen Aufschluss darüber, ob andere Kunden mit dem Händler zufrieden waren. Aber Vorsicht: Hier gibt es ganz verschiedene Bewertungssysteme, und positive Bewertungen können auch bewusst zu Täuschungszwecken aufgebaut werden. Tipp: Überprüfen Sie, welche Art von Produkten der Verkäufer bislang verkauft hat und welche Käufer ihn bewertet haben.
  • 10. Achten Sie auf Gütesiegel, denn diese zeigen, dass der Händler geprüft wurde und Kundenrechte einhält. Eine Aufstellung anerkannter Gütesiegel finden Sie unter www.internet-guetesiegel.de. Tipp: Das Siegel Trusted Shops beispielsweise bietet sogar eine kostenlose Geld-zurück-Garantie und kümmert sich in Problemfällen um die Abwicklung mit dem Händler. Eine Liste aller 1.500 geprüften Händler finden Sie unter trustedshops.de.

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