Fernsehen

DVB-T2 HD: Countdown für die Umstellung läuft

Die Umstellung auf DVB-T2 HD rückt näher: Ende März wird der bisherige Standard DVB-T abgestellt. Wer über Antenne fernsieht und sich noch keine neuen Empfangsgeräte besorgt hat, sollte dies langsam einplanen.

Überallfernsehen© Gio / Fotolia.com

München – Der Countdown für die nahende Umstellung auf den neuen Standard DVB-T2 HD läuft. In sechs Wochen, am 29. März 2017, ist der bisherige Standard DVB-T in vielen Regionen in Deutschland Geschichte. Das digitale Antennenfernsehen lässt sich dann vielerorts nur noch per DVB-T2 HD empfangen. Die TV-Sender stehen ab diesem Zeitpunkt auch in Full-HD-Qualität zur Verfügung. Am 15. Februar wird die Initiative DVB-T2 HD im Rahmen eines Aktionstages auf die bevorstehende Umstellung hinweisen.

Programm-Einblendungen weisen auf Umstellung auf DVB-T2 HD hin

DVB-T2 HD LogoDas grüne DVB-T2 HD Logo findet sich auf neuen, kompatiblen Empfangsgeräten wie Receivern oder Fernsehern.© DVB-T2 HD Deutschland

Im TV-Programm sollen DVB-T-Nutzer am Mittwoch per Einblendungen erneut auf den Umstellungstermin aufmerksam gemacht werden. Betroffene Nutzer sollten sich rechtzeitig vor der Umstellung geeignete Empfangsgeräte wie Receiver oder Fernseher mit integriertem DVB-T2-HD-Tuner kaufen, wenn sie weiterhin TV-Programme per digitalem Antennenfernsehen schauen wollen.

Viele Haushalte technisch noch nicht fit für DVB-T2 HD

Darüber hinaus würden die beteiligten Sender am 15. Februar auch intensiv online informieren. Damit es nicht zu möglichen Engpässen bei der Verfügbarkeit der gewünschten Geräte komme, sollten die Haushalte entsprechend früh technisch umstellen. Der Appell ist wohl auch erforderlich. Laut aktuellen Erhebungen des Marktforschers GfK waren Anfang Februar erst rund 15 Prozent der rund 3,4 Millionen betroffenen Haushalte technisch für den Empfang von DVB-T2 HD ausgerüstet.

Sendersuchlauf am 29. März 2017 erforderlich

Bereits aktuell lassen sich in vielen Ballungsräumen die Sender "Das Erste", "ZDF", "RTL", "ProSieben", "Sat.1", und "VOX" kostenfrei in HD-Qualität empfangen. Mit der Umstellung am 29. März kommen weitere öffentlich-rechtliche und private HD-Programme hinzu. Am 29. März ist ein Sendersuchlauf erforderlich, um die neuen Programme sehen zu können. Die privaten Sender sind jedoch nur in der Einführungsphase bis Juni 2017 kostenlos empfangbar. Erforderlich ist bereits jetzt ein entsprechendes Empfangsgerät, das DBV-T2 HD unterstützt.

Private Sender über "freenet TV" ab Juli 2017 nur noch kostenpflichtig empfangbar

Wer das Programmpaket "freenet TV", das die privaten Sender unter anderem der Mediengruppen RTL und ProSiebenSat.1 beinhaltet, ab Juli 2017 weiter sehen möchte, muss ein "freenet TV"-Abonnement für 69 Euro im Jahr abschließen. Umgerechnet zahlen Nutzer von DVB-T2 HD damit 5,75 Euro für den Empfang über den neuen Standard. Die öffentlich-rechtlichen Sender sind dagegen frei und kostenlos empfangbar, da deren Verbreitung über den Rundfunkbeitrag gedeckt ist.

Auch nach dem 29. März 2017 wird DVB-T weiterhin in den Regionen nutzbar sein, in denen der Umstieg auf DVB-T2 HD erst später erfolgt. Eine Liste mit den Senderstandorten sowie einen Empfangscheck finden sich online unter www.dvb-t2hd.de.

Alternativen zu DVB-T2 HD

DVB-T-Nutzer, die nicht zu DVB-T2 HD wechseln wollen, stehen aber auch Alternativen offen. So buhlen derzeit etwa TV-Streaming-Anbieter wie Zattoo, Magine TV und waipu.tv um die DVB-T-Haushalte und erhoffen sich neue Kunden. Die Deutschen Telekom (www.telekom.de/dsl) sowie Vodafone (www.vodafone.de/dsl), Unitymedia (www.unitymedia.de) und Tele Columbus (www.telecolumbus.de) halten mit EntertainTV, Vodafone TV, Horizon oder advanceTV eigene TV-Angebote bereit. Diese lassen sich zu den Internet- und Telefontarifen der Provider hinzubuchen.

Günstige Internet-Tarife finden
Top