Überblick

GPS-Tracking: Das kosten gängige Ortungsdienste

GPS-Tracking mutet nach Überwachung an, kann aber auch Sicherheit bedeuten, wenn man seinen Hund oder das teure Fahrrad orten möchte. Das Vergleichsportal Verivox gibt einen Überblick über die Kosten gängiger Ortungsvarianten.

Sat-DSL© lexaarts / Fotolia.com

Für die Nutzung von Ortungsdiensten ist kein teures Abo notwendig, so Verivox. Mit passender Handykarte für Trackinggeräte kommen Verbraucher teilweise sogar ohne Fixkosten aus.

GPS-Tracking per SMS: Für den Bedarfsfall

Wer nur gelegentlich tracken möchte, kommt mit der SMS-Ortung am günstigsten weg. Bei dieser Methode wird der Standort des Trackers über das eingebaute Mobilfunkmodem erfragt und per SMS versendet. Zusätzlich meldet eine Alarm-SMS den Übertritt eines vorab festgelegten Bereichs – etwa des Schulwegs oder des Gartens (Geofencing). Bei dieser Methode kostet jede Standortabfrage einzeln; mit günstigen Prepaid-Tarifen fallen Kosten von rund 5 Cent je Minute oder SMS an.

"Wer hingegen täglich nachschauen möchte, ob das Kind gut in der Schule angekommen ist oder wo sich der ausgebüxte Hund aufhält, sollte eine onlinebasierte Ortung per Smartphone-App oder Webbrowser wählen," sagt Eugen Ensinger, Telekommunikationsexperte bei Verivox. "Dann fallen zwar laufende Kosten an, doch auch diese lassen sich in der Regel niedrig halten." Kleine Tracker wiegen meist weniger als 50 Gramm und können zum Beispiel an Rucksack, Tasche oder Hundehalsband befestigt werden.

Live-Tracking: Ortung in Echtzeit

Bei einer Echtzeitortung kann die Position des Trackers live mitverfolgt werden. Hierfür erheben die Hersteller eine monatliche Gebühr, meist zwischen 3 und 10 Euro. Mit dieser Pauschale sind alle Standortabfragen abgedeckt. Auch hierbei ist Geofencing möglich. Die Tarifmodelle sind unterschiedlich; teilweise ist die SIM-Karte im Tracker fest verbaut und kann nicht getauscht werden.

"Wenn der Datenbedarf fürs Tracking nicht in den monatlichen Kosten enthalten ist, kann der Tarif meist frei gewählt werden", sagt Ensinger. "Für einen täglichen Einsatz von einer Stunde sollten 200 Megabyte im Monat ausreichen. Passende Handytarife für Trackinggeräte sind ab 5 Euro im Monat zu haben, oft sogar mit der fünffachen Datenmenge."

Zudem können GPS-Tracker als Diebstahlschutz für Autos, Motorräder oder Fahrräder dienen. Wenn das Mobilfunknetz mitspielt, haben GPS-Tracker mit integrierter SIM-Karte eine unbegrenzte Reichweite. Einfache Modelle gibt es ab 40 Euro, fürs Fahrzeug-Tracking sollten Einmalkosten ab 80 Euro einkalkuliert werden. "Je größer der Akku, desto ausdauernder und im Regelfall teurer ist das Gerät", sagt Ensinger. "Die Akkulaufzeit ist für eine Echtzeitortung ein wichtiges Kriterium."

Tracking im Nahbereich: Bluetooth statt GPS

Um verlorene Gegenstände in geschlossenen Räumen oder auf dem eigenen Grundstück wiederzufinden, sind Bluetooth-Tracker ("Schlüsselfinder") gut geeignet. Sie verbinden sich mit dem Smartphone und benötigen keine separate SIM-Karte – Zusatzkosten entfallen also. Ihr Radius beträgt maximal 100 Meter, die Geräte kosten nur wenige Euro.

Melanie Zecher

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