Cyberkriminalität

Hackerangriff auf eBay: Passwörter ändern

Nach einem Hackerangriff auf die Kundendatenbank von eBay empfiehlt das Online-Auktionshaus seinen Nutzern, ihre Passwörter zu ändern. Immerhin soll es noch keine Hinweise darauf geben, dass Bankdaten abgegriffen wurden.

eBay© eBay Inc.

New York (AFP/red) - In der Datenbank seien neben Benutzernamen und Passwörtern auch E-Mail- und Postadressen der Nutzer sowie deren Telefonnummer und Geburtsdatum gespeichert. Finanzinformationen wie Bankdaten seien dort aber nicht hinterlegt gewesen. Nicht von dem Hackerangriff betroffen seien die Kundendaten des Bezahldienstes Paypal, einer Tochter von eBay.

Kein Hinweis auf Diebstahl von Finanzdaten

Es gebe bisher "keinen Beweis" dafür, dass die Angreifer an sensible Finanzinformationen der Kunden gelangt seien oder die Nutzerdaten für illegale Aktivitäten bei dem Auktionshaus genutzt hätten, erklärte eBay. Wie viele Kunden genau betroffen seien, teilte das Unternehmen nicht mit. Es könne aber "eine große Zahl" sein, sagte eine Sprecherin. Die Aufforderung zum Passwortwechsel gilt demnach für alle eBay-Nutzer.

Mitarbeiter-Log-ins gekapert

Den Angaben zufolge gelang es den Angreifern, sich "eine kleine Zahl" von Mitarbeiter-Log-ins des Auktionshauses zu verschaffen. Mit den Anmeldedaten konnten sie sich im Firmennetz bewegen und verschafften sich den Angaben zufolge zwischen Ende Februar und Anfang März Zugang zu der Kundendatenbank.

eBay habe vor rund zwei Wochen von den gestohlenen Mitarbeiter-Log-ins erfahren und eine Untersuchung eingeleitet, teilte das Unternehmen mit. Der Vorgang werde "aggressiv" und in Zusammenarbeit mit den Ermittlungsbehörden sowie Sicherheitsexperten untersucht.

Angriff riesigen Ausmaßes

eBay hat rund 145 Millionen aktive Nutzer. Damit könnte der Cyber-Angriff einer der größten auf ein Unternehmen in der Geschichte sein. Vor einigen Monaten hatte der US-Einzelhandelsriese Target einräumen müssen, dass Hacker sich die Kreditkartendaten von rund 40 Millionen Kunden sowie Namen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern von bis zu 70 Millionen Kunden verschafft hätten.

Quelle: AFP

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