ESET Threat Report

Homeoffice: Täglich rund 7,1 Millonen Cyber-Angriffe auf Mitarbeiter

Rund ein Viertel der Mitarbeiter im Homeoffice setzt für den Zugriff auf das Firmen-Netzwerk private Hardware ein. Dies ist laut den Sicherheitsexperten von ESET fatal: Die Zahl der Cyber-Angriffe ist seit März 2020 rasant gestiegen.

Jörg Schamberg, 28.10.2020, 15:37 Uhr
HomeofficeWährend der Corona-Krise arbeiten viele Mitarbeiter im Homeoffice. Die IT-Sicherheit ist dabei nicht immer gewährleistet.© WavebreakMediaMicro / Fotolia.com

Als Folge der Corona-Pandemie, die sich derzeit wieder verschärft, arbeiten viele Mitarbeiter zuhause im Homeoffice. Dort werden sie laut dem aktuellen "Threat Report" von ESET, einem Hersteller von IT-Sicherheitssoftware, häufig Opfer von Cyber-Attacken. ESET habe für September 2020 durchschnittlich rund 7,1 Millionen Angriffe pro Tag in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf das im Homeoffice genutzte Remote-Desktop-Protokoll (RDP) registriert.

Starker Anstieg der Cyber-Attacken seit dem Frühjahr

Seit März 2020 habe die Zahl der Angriffe um rund 390 Prozent zugenommen. Rasant angestiegen seien nach Unternehmensangaben auch Angriffe mit Android-Banking-Malware. Das Schadprogramm Cerberus ist bereits seit Juni 2019 bekannt, der Quellcode ist inzwischen kostenlos im Internet veröffentlicht worden. Die Zahl der Angriffsversuche sei seither stark gestiegen. Jeder könne die Malware somit für seine eigenen Zwecke nutzen. Die Kriminellen haben es auf den Diebstahl von Banking-Daten abgesehen. Zudem würden wieder verstärkt Kryptominer eingesetzt. Diese würden laut ESET heimlich Kyrptowährungen wie Bitcoin im Hintergrund schürfen.

Ein Viertel der Mitarbeiter nutzt private Hardware bei Zugriff auf Firmen-Netzwerk

Das Problem bei der Arbeit im Homeoffice: Nach Umfragen von ESET würde rund ein Viertel (26 Prozent) der deutschen Unternehmen ihre Mitarbeiter zumindest teilweise mit privater Hardware in das Firmen-Netzwerk lassen. "Das ist fatal, denn diese Schatten-IT macht die Infrastruktur für Cyberkriminelle offen wie ein Scheunentor", erklärt ESET-Manager Michael Schröder. Kriminelle würden diese Schwächen der Unternehmen massiv ausnutzen.

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