E-Mail-Dienst

Hotmail mit neuem Namen und sozialer Vernetzung (Upd.)

Microsoft peppt seinen E-Mail-Dienst Hotmail auf und verpasst ihm einen neuen Namen: Ab sofort heißt der Service Outlook.com. Doch der Name ist nicht die einzige Neuerung - der Maildienst wird auch mit Facebook und Co. vernetzt.

01.08.2012, 09:41 Uhr
Microsoft© Microsoft

San Francisco (afp/red) - Der Name Outlook.com lehnt sich an das bekannte E-Mail-Programm von Microsoft an, wie das Unternehmen am Dienstag bekannt gab. Der neue E-Mail-Dienst ist demnach auf Nutzer von mobilen Geräten und sozialen Netzwerken zugeschnitten. Microsoft will damit vor allem dem Rivalen Google und dessen Dienst Gmail Konkurrenz machen.

"Die E-Mail neu erfinden"

"Wir denken, es ist an der Zeit, die E-Mail neu zu erfinden", erklärte Microsoft-Manager Chris Jones. Seit der Einführung von Gmail im Jahr 2004 sei "nicht mehr viel passiert". Das wolle Microsoft nun ändern - mit einem "modernen, vernetzten, intelligenten, starken, kontrollierten Mail-Dienst". Microsoft startet den Dienst zunächst als "Vorschau", die Nutzer sollen ihre Erfahrungen mit Microsoft teilen und mögliche Probleme oder Fehler melden.

Der neue E-Mail-Dienst von Microsoft ist deutlich spartanischer und übersichtlicher als das alte Hotmail. Dokumente und Fotos lassen sich direkt anschauen und bearbeiten. Dafür erhalten die Nutzer direkt aus ihrem E-Mail-Postfach heraus Zugriff auf die kostenlose Internetversion der Bürosoftware Microsoft Office. Auch können Sie Dateien auf dem Internet-Laufwerk Skydrive ablegen.

Der neue Maildienst ist vernetzt

Outlook.com ist demnach angeschlossen an Netzwerke wie Facebook, Twitter oder LinkedIn. Dokumente wie Fotos lassen sich direkt anschauen, die Nutzer können chatten oder sich per Videoschaltung unterhalten. So werden die Kontakte in diesen Netzwerken beispielsweise auf Wunsch mit dem Outlook-Adressbuch abgeglichen. Zusammen mit den E-Mails eines Nutzers soll der Kontext angezeigt werden - etwa seine aktuellen Botschaften auf Twitter oder Facebook. Auch ist es etwa möglich, direkt Nachrichten auf Facebook zu schreiben. Bald kommen soll zudem die Einbindung des Internettelefonie-Dienstes Skype, den Microsoft aufgekauft hat. Damit sollen künftig Chats, Anrufe und Videotelefonate ebenfalls direkt aus dem Posteingang möglich sein.

Microsoft verspricht Nutzern Kontrolle

Microsoft versprach, die Nutzer hätten mit dem neuen Dienst stets die Kontrolle, mit wem sie Kontakte knüpfen und an wen sie welche Daten weitergeben wollen.

Hotmail war 1996 gegründet worden und einer der ersten E-Mail-Dienste überhaupt. Mit 350 Millionen Nutzern ist der Dienst immer noch einer der größten weltweit. Hotmail-Nutzer können mit einem Klick auf den Punkt "Upgrade auf Outlook durchführen" im Menü "Optionen" zur Vorschau wechseln. Ihre alte E-Mail-Adresse können sie behalten, zusätzlich können sie eine outlook.com-Adresse erhalten.

Zum Seitenanfang
Der BT-Navigator
Quicklinks