Internet-Affinität

Jeder zweite Jugendliche stellt Persönliches ins Netz

Das Internet ist ein fester Bestandteil des Alltags von Teenagern. Fünf von sechs Jugendlichen (83 Prozent) nutzen das Netz täglich oder mehrmals pro Woche. Instant Messaging ist unter den Jugendlichen deutlich beliebter als das Verschicken von E-Mails.

19.02.2008, 09:03 Uhr
ISDN Telefon© Daniel Kühne / Fotolia.com

Im Web ist der Nachwuchs führend, so die wenig überraschende Schlussfolgerung des Branchenverbandes Bitkom, der die Zahlen am Montag vorstellte. Es fällt auf, dass Mädchen das Internet vor allem zur Kommunikation und zur gezielten Unterstützung bei schulischen Aufgaben einsetzen. Demgegenüber nutzen Jungen laut Bitkom das Internet stärker für allgemeine Informations- und Unterhaltungsangebote wie Musik, Filme und aktuelle Nachrichten.

Bildungsgrad ist wichtiger als Geschlecht

Zwischen Mädchen und Jungen gibt es in Sachen Internet-Affinität grundsätzlich allerdings kaum Unterschiede. 85 Prozent der Jungen und 80 Prozent der Mädchen von 12 bis 19 Jahren sind regelmäßig online. Eine größere Rolle spielt der Bildungsgrad. So sind 88 Prozent der Gymnasiasten regelmäßig im Netz, aber nur 82 Prozent der Realschüler und 72 Prozent der Hauptschüler. Das ergibt eine Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest (MPFS).

Instant Messaging vor E-Mail

Die beliebteste Anwendung ist Instant Messaging. Diese "Sofortnachrichten" sind für junge Menschen mit 72 Prozent wichtiger als E-Mails (60 Prozent). Jeder zweite Jugendliche hört über das Internet Musik, und 40 Prozent recherchieren im Web zu Themen, die sie interessieren.

An Bedeutung gewinnen interaktive Web-Angebote. Vier von zehn Teenagern und jungen Erwachsenen haben ein Profil bei einem Online-Netzwerk hinterlegt. Insgesamt veröffentlicht jeder zweite junge Nutzer zwischen 14 und 29 Jahren persönliche Infos im Netz. Das geht aus einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag des Bitkom hervor.

Tipp: Datenschutz beachten

Der Verband empfiehlt jungen Nutzern, dabei aktiv auf den Datenschutz zu achten - und genau zu überlegen, welche persönlichen Informationen wirklich preisgegeben werden können. Meist hat man es selbst in der Hand, das richtige Maß an Privatsphäre zu wählen. So können Mitglieder von Communitys etwa festlegen, dass Tagebücher und Partyfotos nur Freunden zugänglich sind. Insbesondere bei einer Bewerbung kann es schaden, wenn ein Kandidat sein ganzes Privatleben online zur Schau stellt. Einmal erzeugte Informationen hielten sich im Netz oft lange, so der Hinweis des Bitkom.

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