Web 2.0

Microsoft lässt Dienste der Konkurrenz einbinden

Der Softwarekonzern Microsoft versucht, die Fans von Diensten seiner Konkurrenten zu sich zu holen, ohne sie von dort komplett abzuwerben: Das Internetportal "Live" soll andere Portale und Dienste sammeln, so dass die User alles gleichzeitig beobachten können.

17.11.2008, 09:17 Uhr
Laptop© by-studio / Fotolia.com

San Francisco (AFP/cm) - Nutzer des Microsoft-Portals "Live" sollen dort künftig ein Profil anlegen können, das sie mit ihren anderen Diensten wie den sozialen Netzwerken Facebook, LinkedIn oder dem Fotodienst Flickr verknüpfen können, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Viele Internetnutzer, die bislang bei einer Vielzahl von Websites und Netzwerken angemeldet waren, die nicht miteinander kompatibel waren, können diese nun auf einer Seite sammeln. Die Nutzer können dann auf der "Live"-Seite etwa sehen, was ihre Kontakte auf Facebook machen.

Die Konkurrenz einbinden

"Unsere Kunden haben Freunde im gesamten Web. Sie kommunizieren durch viele, nicht miteinander verbundene Internetdienste und wollen diese alle von einem einzigen Ort aus aufrufen", sagte der Vizechef des "Live"-Programms, Chris Jones. "Jetzt kümmert sich Live darum". Zudem baut Microsoft den E-Mail-Dienst Hotmail aus, der ebenfalls zu "Live" gehört. Künftig sollen Nutzer darüber etwa die Mails von anderen E-Mail-Konten abrufen können - was andere kostenlose E-Mail-Anbieter allerdings schon seit Jahren anbieten. Auch der Live-Messenger, mit dem Nutzer chatten und telefonieren können, soll neue Funktionen erhalten.

Deutsche Dienste sollen folgen

Die neuen Dienste sollen im Dezember bis Januar freigeschaltet werden. Bislang hat Microsoft für "Live" Kooperationen mit einigen internationalen Online-Netzwerken abgeschlossen, die damit auf der "Live"-Seite eingebunden werden können. Mit deutschen Diensten - hierzulande sind etwa Xing und StudiVZ sehr beliebt - ist Microsoft nach eigenen Angaben noch in Gesprächen.

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