Zuckerbrot und Peitsche

o2 baut bei DSL ebenfalls Drosselung ein

Wer plant, sich einen DSL-Anschluss bei o2 zu holen, der muss jetzt überlegen: Künftig enthalten die Tarife kostenlose Telefonie in alle deutschen Netze, gleichzeitig schaltet o2 auch bei Vielsurfern die Drossel ein.

o2© Telefónica

München (red) - Am 17. Oktober bringt o2 (www.o2-online.de/dsl Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können. Partnerprogramme haben keinerlei Einfluss auf unsere redaktionelle Berichterstattung, Preise oder Platzierungen in Tarifrechnern.) jetzt auch im Festnetzbereich ein All-In-Angebot auf den Markt. Das neue DSL-Portfolio bietet Kunden eine Alle-Netze-Flat, mit der Kunden in allen Tarifvarianten unbegrenzt ins Festnetz und in alle deutschen Mobilfunknetze telefonieren können.

Die Tarife im Einzelnen

In den ersten drei Monaten liegt die monatliche Grundgebühr für alle drei Tarifvarianten – o2 DSL All-In S, M und L – bei 14,99 Euro. Wer danach mit dem o2 DSL All-In S mit bis zu acht Mbit/s surfen möchte, zahlt monatlich 24,99 Euro. Bisher konnte man in diesem Tarif eine Geschwindigkeit von bis zu 16 Mbit/s nutzen.

Der o2 DSL All-In M erlaubt wie bisher das Surfen mit bis zu 16 Mbit/s und kostet 29,99 Euro.

Die VDSL-Variante o2 DSL All-In L, mit der man jetzt mit bis zu 50 Mbit/s surfen kann (bisher 16 Mbit/s), ist für 34,99 Euro monatlich erhältlich.

Dabei sollen die Tarife mit und ohne Vertragslaufzeit den gleichen Preis haben. Der Router kostet jeweils 49,99 Euro, der Anschlusspreis liegt ebenfalls bei 49,99 Euro und entfällt laut o2 bei Bestellung bis zum 31. Januar 2014.

So wird bei o2 gedrosselt

Für die Tarife o2 DSL All-In M und L führt Telefónica die sogenannte "Fair Flatrate" ein, die ab Marktstart fester Vertragsbestandteil ist und ab dem 1. Juli 2014 wirksam wird. Versurft ein Kunde drei Monate in Folge über 300 GB, reduziert sich die Geschwindigkeit im 4. Monat und für alle Folgemonate bei erneuter Überschreitung von 300 GB bis zum Ende des Abrechnungsmonats auf bis zu zwei Mbit/s.

Im All-In S greift die Drosselung grundsätzlich ab einem Verbrauch von 100 GB monatlich. Auch hier wird auf zwei Mbit/s gebremst, womit immerhin noch normales Surfen möglich ist.

Mehr Speed zubuchbar

Sollte man für den Rest des Monats mehr Geschwindigkeit brauchen, kann man optional Datenpakete hinzubuchen: Für 4,99 Euro gibt es 100 GB, für 14,99 Euro unbegrenztes Datenvolumen. Dabei betont o2 ausdrücklich, dass keine Dienste bevorzugt durchgeleitet werden. Den Vorwurf des Untergrabens der Netzneutralität, wie bei der Telekom, kann man dem Unternehmen demnach nicht machen.

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