"Computer Bild"-Speedtest

Provider im Test: So schnell sind DSL und Kabelinternet in der Praxis

Wie schnell sind die Internetanschlüsse der führenden deutschen Provider im Schnitt? Wie sieht die gelieferte Bandbreite in der Stadt und auf dem Land aus? Antworten liefert der umfangreiche Speedtest der "Computer Bild".

Jörg Schamberg, 30.07.2021, 11:12 Uhr
Internet-Geschwindigkeit© Dominic Ziegler / Fotolia.com

Die Zeitschrift "Computer Bild" hat im Rahmen ihres jährlichen Speedtests wieder die Geschwindigkeit der Internetanschlüsse von fünf DSL-Anbietern und zwei Kabelnetzbetreibern gemessen. Dafür wurden bundesweit fast acht Millionen Messungen von Internetnutzern ausgewertet, die zwischen Juni 2020 und 2021 per Speedtest auf computerbild.de vorgenommen worden seien. Alle Provider hätten das Durchschnittstempo im Vergleich zum Vorjahr erhöhen können.

Kabelnetzbetreiber Vodafone mit schnellsten Anschlüssen im Test

Die schnellsten Anschlüsse wies der führende deutsche Kabelnetzbetreiber Vodafone (Kabelinternet von Vodafone) Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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auf, der als einziger im Test auf die Gesamtnote gut (2,1) kam. Im Schnitt lag die Download-Geschwindigkeit bei 266 Mbit/s. Die Telekom konnte als schnellster DSL-Anbieter im Test mit durchschnittlich 65 Mbit/s punkten, die Gesamttestnote ergab ein befriedigend (3,1). Auch beim Upload habe Vodafone per Kabel überzeugen können. Für das Hochladen von Daten ins Internet sei eine durchschnittliche Bandbreite von 28 Mbit/s im Kabelnetz von Vodafone ermittelt worden. Der zweitgrößte Kabelnetzbetreiber PŸUR brachte es dagegen im Schnitt nur auf eine Upload-Bandbreite von 13 Mbit/s und ein befriedigend (2,7) als Gesamtnote.

Beim Upload waren die fünf getesteten DSL-Anbieter deutlich besser als der Berliner Kabelnetzbetreiber. Die Telekom bot einen durchschnittlichen Upload von 24 Mbit/s, EWE schaffte 20 Mbit/s sowie 1&1 19 Mbit/s. Für O2 und Vodafone wurde ein Upload von im Schnitt jeweils 17 Mbit/s gemessen. Vodafone DSL lag auf dem letzten Platz der fünf getesteten DSL-Anbiete und erhielt insgesamt als Testergebnis ein befriedigend (3,7).

Speed-Unterschiede zwischen Stadt und Land schrumpfen

Gute Nachrichten für Internetnutzer auf dem Land. Die Tempounterschiede zwischen Stadt und Land seien im Vergleich zum Vorjahr geringer geworden, der Netzausbau ist deutlich spürbar. Die Telekom bietet in Städten durchschnittlich 74 Mbit/s, auf dem Land sind es 54 Mbit/s. Auch beim Kabelnetzbetreiber Vodafone gibt es noch Unterschiede zwischen dem Internet-Speed in den Metropolen und ländlichen Gebieten. In Städten ermittelte die "Computer Bild" im Schnitt 291 Mbit/s, auf dem Land waren es 272 Mbit/s. Bei 1&1 lagen Städte mit 51 Mbit/s etwas vor dem Land mit fast 47 Mbit/s. EWE bot sowohl in der Stadt als als in ländlichen Gebieten im Schnitt 47 Mbit/s.

Wie sieht es mit der Geschwindigkeit zu Stoßzeiten aus? Gerade in den Kabelnetzen sei es da in den vergangenen Jahren am Abend immer zu Tempoeinbrüchen gekommen. Die Aufrüstung des Kabelnetzes von Vodafone zeige jedoch Wirkung. Die Schwankungen seien bei Vodafone dadurch geringer geworden. Starke Schwankungen der Geschwindigkeit fand die Zeitschrift beim Kabelnetzbetreiber PŸUR, O2 konnte dagegen mit den wenigsten Speed-Schwankungen überzeugen.

Provider können beworbenes Tempo nicht liefern

Und wie viel vom beworbenen Tempo der Internetanschlüsse kommt tatsächlich beim Kunden an? Nutzer würden in der Realität nur rund 60 bis 70 Prozent der versprochenen Surfgeschwindigkeit erreichen. Bei den Kabelnetzbetreibern habe der Gigabit-Tarif ein um 54 Prozent niedrigeres Tempo geboten, bei PŸUR war die ermittelte Durchschnittsgeschwindigkeit sogar um 66 Prozent geringer. Einen besonders schlechten Eindruck machten die Glasfaseranschlüsse der Telekom. Statt mit 1 Gbit/s surften Kunden im Schnitt nur mit 243 Mbit/s.

Kabelnetzbetreiber konnten überzeugen

Unter dem Strich sieht die "Computer Bild" bei den Kabelnetzbetreibern das beste Preis-Leistungsverhältnis im Hinblick auf das Tempo der Anschlüsse. Der Megabit-Preis liege bei den DSL-Anbietern höher. 75 Prozent der Internetnutzer in Deutschland nutzen noch einen DSL-Anschluss. Die Einsteigertarife seien im Vergleich mit den Highspeed-Anschlüssen deutlich zu teuer. Lediglich EWE sei hier eine Ausnahme. Mit dem bis zu 100 Mbit/s schnellen "MagentaZuhause L"-Tarif würden Telekom-Kunden die meiste Leistung für ihr Geld erhalten. Zudem liege der Upload für diesen Tarifpreis höher als im Kabel.

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