Social Bots

Sicherheitsmaßnahme: Tausende Twitter-Accounts gesperrt

Für tausende Twitter-Nutzer dürfte der Zugang zum Account erst einmal erschwert sein. Der Kurznachrichtendienst hat tausende Konten gesperrt, um unter anderem Social Bots ausfindig zu machen. Für die Freischaltung ist die Angabe der Telefonnummer notwendig.

Twitter© kozirsky / Fotolia.com

San Francisco - Der US-Kurznachrichtendienst Twitter hat tausende Accounts gesperrt, um zu prüfen ob diese von Social Bots gesteuert sein könnten. Das berichteten US-Medien am Mittwochabend (Ortszeit) unter Berufung auf das Unternehmen.

Die genaue Zahl der gesperrten Konten gab Twitter nicht bekannt, bestätigte aber, dass derzeit vermehrt verdächtige Account-Aktivitäten geprüft würden. Dazu gehören auch das automatisierte Veröffentlichen von Tweets durch Social Bots. Mehrere Nutzerkonten seien im Zuge dessen gesperrt und die Kontoinhaber aufgefordert worden, ihre Telefonnummern anzugeben.

Follower-Zählungen bis zur Rufnummer-Verifizierung gestoppt

"Wenn ein Konto gesperrt wird und der Nutzer aufgefordert wird, eine Telefonnummer anzugeben, wird das Konto aus den Follower-Zählungen entfernt, bis eine Telefonnummer angegeben wird. Das ist Teil unserer fortlaufenden, umfassenden Bemühungen, Twitter für alle sicherer und gesünder zu machen", sagte einer Sprecherin der Firma.

Trump-Anhänger fühlen sich durch Twitter-Sperrungen gegängelt

Anhänger von US-Präsident Donald Trump fühlen sich offensichtlich besonders von der Maßnahme gegängelt und beklagten sich bei Twitter, dass ihre Follower-Zahlen gesunken seien. "Trump-Leute und Konservative haben generell das Gefühl, dass in den Sozialen Medien mit zweierlei Maß gemessen wird und fühlen sich durch diese Aktion bestätigt", zitierte die "Washington Post" Mike Cernovich, einen rechts-gerichteten Blogger und Verschwörungstheoretiker. Cernovich verteidigt auf seiner Website "Danger & Play" regelmäßig die Positionen von Trump.

Twitter stand zuletzt im Zuge der Russlandermittlungen von Sonderermittler Robert Mueller wegen seiner Sicherheitsstandards in der Kritik.

Quelle: DPA

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