Testbetrieb

So will Vodafone den Innenstadt-Verkehr entlasten

Vodafone testet einige Technologien, die für einen besseren Verkehrsfluss in den Innenstädten sorgen könnten. Dazu gehören kommunizierende Ampeln und ein digitales Parkleitsystem.

Melanie Zecher, 01.07.2019, 13:03 Uhr
parken© Gudellaphoto / Fotolia.com

Düsseldorf – Vodafone will mit digitaler Hilfe dafür sorgen, dass der Verkehr in deutschen Innenstädten besser fließt. Mit dem Kooperationspartner Ford testet der Mobilfunker eine neue Mobilfunk-Technologie, die die Suche nach Parkplätzen in den Innenstädten erleichtern soll. Ein digitales Parkleitsystem informiert den Fahrer im Auto immer über die Anzahl freier Parkplätze in den Parkhäusern der Umgebung. Die Technologie navigiert den Fahrer anschließend direkt zu den freien Parkplätzen. Das spare Zeit und das entlaste den Stadtverkehr, so Vodafone.

Aktuelle Parkplatz-Info von zentralem Computersystem

Ford und Vodafone testen das digitale Parkleitsystem, dass sich basierend auf Daten direkt von den Parkplätzen automatisch und in Echtzeit aktualisiert, auf dem branchenübergreifenden Testfeld KoMoD (Kooperative Mobilität im digitalen Testfeld Düsseldorf). Fahrzeuge und Parkplätze kommunizieren dabei per Mobilfunk. Dank V2X (vehicle to everything) erhalten Autos sämtliche Straßenzustands- und Parkhaus-Informationen von einem zentralen Computersystem. Kommt es auf der Route zum freien Parkplatz zu einem Verkehrsunfall oder wenn ein Parkhaus plötzlich ausgelastet ist, erhält der Fahrer auf dem Display im Armaturenbrett direkt die Empfehlungen, zu alternativen Parkplätzen zu fahren.

Auto und Ampel kommunizieren über Mobilfunk

Ein weiteres Projekt ist die Kommunikation von Autos mit Ampelsystemen. Weil Autofahrer meist nicht wissen, wann eine Ampel von rot auf grün schaltet, können sie die eigene Fahrweise nicht anpassen und müssen oft abrupt bremsen, erklärt Vodafone. Zusammen mit dem Technologiekonzern ZF wird für dieses Problem eine digitale Lösung entwickelt. Autofahrer wissen dann immer genau wie lange die Grün- oder Rotphase an der nächsten Ampel andauern wird, denn Ampel und Auto sprechen miteinander. Lichtanlagen teilen dabei ständig Informationen über die aktuelle Ampelphase mit den vernetzten Autos in der Umgebung. Diese Informationen werden dem Fahrer im Display der ZF-Testfahrzeuge in Echtzeit visuell angezeigt. Auch dieser Anwendungsbereich von V2X wird unter anderem in Düsseldorf auf der KoMoD-Teststrecke erprobt.

Hintergrund: V2X, LTE und 5G

Bei der Mobilfunk-Technologie V2X tauschen die Verkehrsteilnehmer und die Verkehrsinfrastruktur direkt untereinander und gleichzeitig über das übergreifende Mobilfunknetz Daten aus. So können Autos und beispielsweise Ampeln auch auf große Entfernung kommunizieren und sich beispielsweise vor Gefahren warnen, die für den Menschen im Auto noch gar nicht sichtbar sind. Das funktioniert schon heute mit LTE und künftig auch mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G. Basierend auf der Mobilfunk-Technologie will Vodafone gemeinsam mit Partnern auch weitere Anwendungsszenarien erforschen.

Wissenswertes zum Thema
Zum Seitenanfang
Der BT-Navigator
Quicklinks