Acht-Punkte-Programm

Telekom: 90 Prozent Abdeckung mit 5G bis 2025

Was plant die Deutsche Telekom für 5G und den Glasfaserausbau in den kommenden Jahren? Der Bonner Konzern legte dazu ein Acht-Punkte-Programm vor. Neben hohen Investitionen sind auch Kooperationen erwünscht.

Telekom© Deutsche Telekom AG

Berlin - Mehr Tempo, Investitionen und Kooperationen für den Breitbandausbau und für 5G: Das sind Ziele, die sich die Deutsche Telekom (DSL-Tarife der Telekom) Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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auf die Fahnen geschrieben hat. Im Rahmen einer Presseveranstaltung zum sogenannten "Netzetag" des Bonner Konzerns stellte Telekom-Chef Tim Höttges in Berlin unter anderem ein Acht-Punkte-Programm für 5G vor.

90 Prozent Flächendeckung für 5G bis 2025

Das Acht-Punkte-Programm sieht unter anderem 5G für 99 Prozent der Bevölkerung bis zum Jahr 2025 vor. Bis dahin soll außerdem 90 Prozent der Fläche mit 5G abgedeckt sein. Bereits 2021 werde eine solche Flächenabdeckung für LTE erreicht, zudem würden 99,3 Prozent der Haushalte abgedeckt. Bei reinen Telefonie-Diensten liege die Abdeckungsrate noch einmal höher. Derzeit seien bereits rund 22.000 Mobilfunkstandorte über Glasfaser angebunden und damit bereit für 5G. Der Ausbau der Antennenstandorte soll weiter beschleunigt werden. Jährlich sollen 2.000 neue Standorte hinzukommen, 2021 sollen es dann 36.000 sein.

Der 5G-Ausbau soll sowohl in Städten als auch Dörfern sowie entlang der Autobahnen, Bundesstraßen und der Schienenwege erfolgen. Auch Gewerbegebiete und Schulen sollen mit dem schnellen Mobilfunkstandard versorgt werden. "Deutschland ist zu gut 30 Prozent von Wald bedeckt. Wenn es sinnvoll ist, diese Gebiete mit 5G-Anwendungen zu versorgen, werden wir dies angehen“, so Telekom Deutschland-Chef Wössner. Andere Interessenten sollen die Funkmasten der Telekom in ländlichen Gebieten zur Nutzung mieten können.

Glasfasernetz der Telekom umfasst jetzt eine Länge von 500.000 Kilometern

Die Deutsche Telekom will bis 2021 weitere 20 Milliarden Euro in Deutschland investieren - pro Jahr rund 5,5 Milliarden Euro. Der Schwerpunkt der Investitionen fließe in den Glasfaserausbau. Bei seinem Glasfasernetz hat die Telekom am Donnerstag einen neuen Meilenstein erreicht. In Aegidienberg in Nordrhein-Westfalen wurde der 500.000ste Kilometer verlegt. Jedes Jahr kämen 60.000 weitere Kilometer Glasfaserleitungen hinzu.

Telekom zu Kooperationen bereit

Zur Beschleunigung des Breitbandausbaus werde die Telekom verstärkt auch auf Kooperationen mit anderen Unternehmen setzen, die in den Breitbandausbau investieren. "Unsere Rolle sind die Netze. Diese Verantwortung nehmen wir ernst. Darum setzen wir auf Investition, Innovation und Kooperation", so Höttges. "Verbände, Netzbetreiber, Politik und Forschung müssen an einen Tisch! Wir wollen nicht übereinander reden, sondern miteinander. Damit der Rahmen für 5G ideal gesetzt wird und den Bedürfnissen der Industrie entspricht", betont der Telekom-Chef. Mit Telefónica Deutschland habe die Telekom Anfang der Woche eine Vereinbarung zum gemeinsamen Ausbau der Mobilfunknetze geschlossen. Telefónica kann das Glasfasernetz der Telekom zur Anbindung eigener Mobilfunkmasten mitnutzen. Im Festnetzbereich gebe es bereits Kooperationen etwa mit EWE TEL oder Stadtwerken.

Vectoring-Rollout soll 2019 abgeschlossen sein

Die Telekom verstehe die Kritik an ihrer Glasfaser-Strategie, die zunächst Glasfaser bis in die Straße vorsieht und erst in einem zweiten Schritt die Glasfaser bis ins Haus verlängert. "Aber wir stehen auch zu unserer Haltung: Breitband für viele statt für wenige. Natürlich hätten wir auch direkt Glasfaser bis in die Häuser verlegen können. Angesichts fehlender Tiefbaukapazitäten und hoher Investitionssummen hätten wir damit bis heute aber nur maximal 20 Prozent der Haushalte versorgt statt wie jetzt 80 Prozent", so Telekom-Manager Wössner.

Aktuell würden über 24,4 Millionen Haushalte im Festnetz mit bis zu 100 Mbit/s und mehr im Internet surfen können. Mitte 2019 soll der Vectoring-Rollout abgeschlossen sein. Bereits aktuell sei Highspeed-Internet mit bis zu 250 Mbit/s für rund zehn Millionen Haushalte möglich. 2019 soll dann 250 Mbit/s für 28 Millionen Haushalte verfügbar sein. Danach gehe es an Gigabit-Speed und Glasfaser für jeden Haushalt.

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