IFA

Telekom: Smarter Lautsprecher und Entertain TV für alle

Die Telekom zeigt auf der IFA ihren eigenen vernetzten Lautsprecher. Der "Smart Speaker" soll unter anderem mit hohem Datenschutz punkten. Wie schon vermutet wird zudem Entertain TV künftig auch ohne Telekomanschluss empfangbar sein.

Telekom Smart Speaker© Deutsche Telekom AG

Berlin - Amazon, Google und Apple haben es mit ihren vernetzten Lautsprechern Echo, Google Home und HomePod vorgemacht, nun bringt auch die Deutsche Telekom (www.telekom.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) einen smarten Lautsprecher auf den Markt. Das Produkt der Telekom, das auf der IFA vorgestellt wurde, nennt sich schlicht "Smart Speaker" und soll unter anderem die Bedienung von EntertainTV, Magenta Smart Home und Telefonie mit der Stimme ermöglichen. Die Telekom hat große Pläne mit ihrem neuen Produkt. Der Bonner Konzern kündigte auf der IFA zudem eine Öffnung von EntertainTV auch für Nicht-Kunden an.

Telekom sucht 1.000 Testkunden für seinen Smart Speaker

Zum Start wird es den Smart Speaker in einem ersten Schritt zunächst nur für 1.000 Testkunden geben, die den Smart Speaker trainieren sollen. Ähnlich war Amazon bei der Einführung seines Echo-Lautsprechers vorgegangen. Der Vorteil für Tester: Sie erhalten das Gerät kostenlos, eine Bewerbung sei ab sofort online unter www.telekom.de/smart-speaker möglich. Voraussetzung zur Teilnahme: Die Interessenten müssen einen Telekom Festnetzanschluss besitzen und EntertainTV gebucht haben. Während des rund vierwöchigen Testzeitraums muss der Lautsprecher regelmäßig genutzt werden. Zum Vertriebsstart wird der Smart Speaker dann regulär für 149,99 Euro mit schwarzem oder weißem Gehäuse erhältlich sein.

"Hallo Magenta" als Aktivierungsbefehl

"Der Smart Speaker ist nicht einfach nur der erste Assistent aus Deutschland in einem von amerikanischen Anbietern dominierten Markt", so Michael Hagsphl, Geschäftsführer Privatkunden der Telekom. "Unser Ziel geht weit darüber hinaus: Wir wollen eine umfassende Sprachplattform aufbauen – gemeinsam mit starken europäischen Partnern." Die Telekom verweist insbesondere auf die hohe Datensicherheit bei ihren smarten Lautsprechern. Daten würden ausschließlich innerhalb der EU verarbeitet und würden den hohen Datenschutz-Standards der Telekom folgen. Gespräche würden nicht aufgezeichnet. Der Smart Speaker werde erst beim Sprachbefehl "Hallo Magenta" aktiv. Die Speicherung und Bearbeitung des Befehls erfolge anonym. Alle Befehle lassen sich zudem manuell löschen.

Mit dem Smart Speaker könne man etwa zu einem anderen Fernsehsender umschalten. Auch das Telefonieren soll per Sprachbefehle wie "Anruf annehmen" oder "Rufe Mama an" erleichtert werden. Ebenfalls möglich sei die Steuerung von Smart Home wie die Temperatur im Bad oder die Beleuchtung im Wohnzimmer. Die Einrichtung des Lautsprechers erfolgt über die "Hallo Magenta"-App. Der Smart Speaker unterstützt WLAN AC und Bluetooth 4.1.

Telekom kooperiert mit diversen Partnern - Alexa von Amazon integriert

Die Telekom setzt wie etwa Amazon auf eine Kooperation mit Partnern. So lassen sich beispielsweise die Wettervorhersage von WetterOnline oder die Nachrichten der Tagesschau abrufen. Mit an Bord ist auch der Audio-Streaming-Dienst Radioplayer. Der Partner REWE bietet Rezepte, Koch-Hilfen und den Abruf aktueller Angebote an. Weitere Partner sollen folgen.

Integriert ist aber auch Technik der Konkurrenz. So lässt sich mit dem Smart Speaker auch der cloudbasierte Sprachdienst Alexa von Amazon nutzen. Dadurch sollen Kunden von noch mehr Anwendungen profitieren können.

Bei der Audio-Technik des Smart Speakers hat die Telekom mit dem Fraunhofer IDMT in Oldenburg zusammengearbeitet. "Unser Ziel war die bestmögliche Mikrofonierung zur Erfassung von Sprachsignalen zum Beispiel für die Freisprech-Telefonie. Außerdem konnten wir dank der frühen Einbindung in die Entwicklung und der ausgezeichneten Zusammenarbeit mit den Telekom-Kollegen trotz des sehr kleinen Gerätevolumens einen ausgezeichneten Klang realisieren", erläutert Dr. Jens-E. Appell, Abteilungsleiter Hör-, Sprach- und Audiotechnologie HSA am Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT. Das Mikrofon wartet mit 4-fach-Mikrofonarray mit adaptivem Beamforming und Signalverbesserung auf. Das Lautsprechersystem bietet maximal 25 Watt Ausgangsleistung.

EntertainTV ab Oktober auch für Nicht-Kunden nutzbar

Entertain TV EntertainTV kann ab Oktober auch ohne Telekom-Internetanschluss genutzt werden.© Deutsche Telekom AG

Neues gibt es auch für das IPTV-Angebot EntertainTV der Telekom. Ab Oktober lässt sich EntertainTV erstmalig auch ohne Internetanschluss der Telekom nutzen. Der Provider erweitert damit die Zielgruppe für sein Angebot auch auf Nichtkunden. Über Apps für Android und iOS sollen Nutzer Zugriff auf über 100 Sender erhalten. Die Inhalte sollen dem bekannten EntertainTV-Angebot entsprechen, somit sind auch die exklusiven Serien von "EntertainTV Serien" enthalten. Komfortfunktionen wie Timeshift, Restart und Replay sollen aber zunächst dem klassischen EntertainTV vorbehalten bleiben. Weitere Infos wie etwa den Preis für ein solches Angebot will die Telekom erst im Oktober bekanntgeben.

Prime Video hält bei EntertainTV Einzug

Die Telekom konnte zudem einen weiteren Partner für EntertainTV gewinnen: Neben den Angeboten von Sky, Netflix sowie zahlreichen Mediatheken soll über die IPTV-Plattform der Telekom ab 10. September 2018 auch der Video-Streaming-Dienst Prime Video von Amazon verfügbar sein.

Eine weitere IFA-Ankündigung des Bonner Konzerns: "EntertainTV Sat"- sollen den Media Receiver 201 in den nächsten Tagen auch als Zweitgerät für ihren Anschluss nutzen können. Damit lasse sich auf das Programm von EntertainTV in verschiedenen Räumen zugreifen. EntertainTV Sat sei auf bis zu vier zusätzliche Geräte ausgelegt.

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