Treffen in Brüssel

USA erwägen Laptop-Verbot auf Europa-Flügen

Die USA erwägen, das seit März bestehende Laptop-Verbot für zehn Flughäfen in Afrika und dem Nahen Osten auf Verbindungen nach Europa auszuweiten. Sollte es dazu kommen, dürften Laptops und Tablets nicht mehr mit in die Kabine.

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Brüssel - Zu dem möglichen Laptop-Verbot auf USA-Flügen aus Europa ist in der kommenden Woche in Brüssel ein "hochrangiges" Treffen zwischen Vertretern der US-Regierung und der EU-Staaten geplant. Das verlautete am Freitag aus Regierungskreisen in Berlin. Es habe eine Telefon-Schaltrunde mit US-Heimatschutzminister John Kelly und mehreren europäischen Ressortchefs gegeben, darunter Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). Mit dabei gewesen seien auch Vertreter der EU-Kommission. Bei der Schalte sei das Treffen nächste Woche in Brüssel vereinbart worden.

Laptops, Tablet-Computer, E-Book-Reader und Kameras betroffen

Sollte der Bann kommen, dürften sämtliche Elektro-Geräte, die größer als Mobiltelefone sind - also Laptops, Tablet-Computer, E-Book-Reader oder Kameras - nicht mit in die Kabine genommen werden. Die Geräte könnten jedoch im Gepäck aufgegeben werden, das im Flugzeugbauch verstaut wird.

Nach Angaben der EU-Kommission wies Verkehrskommissarin Violeta Bulc auf mögliche Konsequenzen für die Sicherheit hin, die es haben könne, wenn eine große Anzahl elektronischer Geräte im Flugzeugbauch transportiert werde.

EU-Kommission verlangt Erklärungen

Die US-Transportsicherheitsbehörde TSA hat ihr erstes Verbot für Flüge von zehn Airports in Afrika und im Nahen Osten mit innovativen Schmuggelmethoden der Terroristen begründet. Dem steht eine möglicherweise erhöhte Brandgefahr im Frachtraum gegenüber, wo dann eine Vielzahl von Lithium-Akkus gelagert werden müsste.

Die EU-Kommission hat von den US-Behörden Erklärungen zu dem möglichen Laptop-Verbot verlangt. "Wir sind sehr, sehr daran interessiert zusammenzuarbeiten und informiert zu werden", sagte eine Sprecherin der EU-Kommission am Freitag in Brüssel.

EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos und Verkehrskommissarin Bulc hätten in einem Brief an die amerikanischen Behörden ihren Willen zur Zusammenarbeit betont, erklärte die Sprecherin.

Quelle: DPA

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