Alles unter einem Dach

Vodafone stellt TV-Plattform GigaTV vor

Vodafone will den Konkurrenzprodukten Entertain und Horizon nun mit einem neuen TV-Angebot begegnen. Am 12. Februar startet GigaTV. Damit will man Ordnung in das vielfältige Content-Angebot bringen und alles unter einem Dach vereinen.

Vodafone© Vodafone GmbH

Düsseldorf – Vom 12. Februar an soll die neue Fernsehplattform GigaTV von Vodafone (www.vodafone.de) verfügbar sein. Das Besondere: Sie vereint Sender, Apps, Videotheken und Mediatheken unter einer gemeinsamen Oberfläche mit übergreifender Suchfunktion.

Mehr Ordnung in der Multimedia-Bibliothek

"Das bringt Ordnung in das stetig wachsende Anbieter- und Content-Angebot", teilt Vodafone am Donnerstag in Unterföhring bei München mit. 500 internationale Experten haben nach Unternehmensangaben zwei Jahre lang an GigaTV getüftelt, mit dem Vodafone gegen Dienste der Konkurrenz wie Entertain von der Deutschen Telekom, Horizon von Unitymedia und AdvanceTV von Tele Columbus antritt.

GigaTV ab 9,99 Euro im Monat

Auf den heimischen Fernseher kommt GigaTV über eine Settop-Box. Unterwegs auf dem Smartphone oder Tablet kann es mit einer App (Android und iOS) empfangen werden. Die Inhalte sind über die verschiedenen Anbieter hinweg in einer zentralen Datenbank erfasst, so dass die Anwender im Live-Programm, aber auch den Mediatheken der Sender oder bei Anbietern wie Maxdome gleichzeitig stöbern können. Hinzu kommt eine umfassende Kooperation mit ProSiebenSat.1: Vodafone-Kunden können über GigaTV das Angebot vom Maxdome direkt buchen und außerdem über die App zehn Free-und Pay-TV-Sender empfangen.

14,99 Euro soll das Standard-Produkt des Endergebnisses im Monat kosten - zusätzlich zu dem normalen Kabelanschluss. Die Variante ohne TV-Kabel, bei der die Streams nur über die Apps empfangen werden, kostet monatlich 9,99 Euro.

Zwischenbericht: Mehr Kunden, höhere Umsätze

Der Internetanbieter hat außerdem aktuelle Geschäftszahlen bekanntgegeben. Das Geschäft mit Internetanschlüssen in der Kabelsparte macht der Gruppe weiterhin Freude. Die Umsätze im abgelaufenen dritten Quartal 2016/17 (31. März) kletterten in dem Bereich um 8,7 Prozent auf 556 Millionen Euro und die Kundenzahlen sogar um 11,5 Prozent auf 3,3 Millionen, wie das Unternehmen ebenfalls am Donnerstag in einem Zwischenbericht mitteilte.

Befeuert durch das Kabelwachstum kletterte der gesamte Umsatz der deutschen Vodafone-Gruppe um 1,8 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Hiervon entfiel ein Anteil von 61 Prozent auf den Mobilfunk, der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum unverändert geblieben war. Mit 43,7 Millionen Mobilfunkkarten ist Vodafone die Nummer zwei im deutschen Markt.

Netzagentur macht Ärger wegen irreführender Werbung

In der Kabelsparte gab es zudem Ärger mit der Bundesnetzagentur. Wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens habe die Behörde dem Unternehmen untersagt, weiterhin dubiose Werbemittel zur Gewinnung von Neukunden zu versenden, teilte die Bundesnetzagentur mit. Und ihr Präsident Jochen Homann erklärte: "Das Unternehmen hat versucht, Verbraucher zu täuschen". Die Aktion habe Vodafone bereits am 19. Januar gestoppt, sagte ein Unternehmenssprecher und räumte ein: Durch Inhalt, Stil und Aufmachung seien Kunden verwirrt worden. Dafür habe sich Vodafone entschuldigt.

Quelle: DPA

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