Gesundheit

Weniger blaues Licht: Handys und Apps gegen Falten und Schlaflosigkeit?

Durch blaues Licht soll die Sehkraft geschwächt und der Schlafrhythmus gestört werden und zusätzlich auch noch die Haut schneller altern. Das Problem: Mit den aktuellen Lebensgewohnheiten gibt es für die meisten Mensch kein Entkommen – oder etwa doch?

OnePlus 7Blaues Licht kann die Produktion von Melatonin verhindern, was wiederum zu Schlaflosigkeit führen soll.© OnePlus

Blaues Licht strahlt von Monitoren, Tablets und Smartphones bei vielen Menschen nahezu den gesamten Tag in die Augen und auf die Haut. Mittlerweile gibt es etliche Studien, die sich damit beschäftigen, ob die Dauerbestrahlung gesundheitliche Folgen hat. Stichworte sind hier: Schlaflosigkeit, Sehstörungen und vorzeitige Hautalterung.

Schlaflose Nächte dank Smartphone

Bei einer aktuellen Umfrage, die der Smartphone-Hersteller OnePlus durchführen ließ, gab jeder Zweite 18- bis 34-Jährige an, aufgrund seines Smartphones an Schlaflosigkeit zu leiden. Bei 31 Prozent der Befragten ist das Schlafzimmer nach dem Wohnzimmer (50 Prozent) der zweithäufigste Ort, an dem sie ihre Mobiltelefone benutzen und bei dem größten Teil findet das zwischen 19 Uhr und 3 Uhr morgens statt.

"Selbst Schuld" - könnte man bei diesem Verhalten meinen, allerdings beschäftigen sich viele Studien damit, dass es das blaue Licht der Screens ist, weswegen die Nutzung von Smartphone und Co. zu Schlafproblemen führt. Dabei geht es darum, dass ein hoher blauer Lichtanteil, auch tagsüber verabreicht, verhindert, dass ausreichend Melatonin produziert wird – ein Hormon, das für Müdigkeit sorgt.

Schlechte Augen und Faltenbildung durch blaues Licht

Weiter wird dem blauen Licht, auch HEV-Licht (High Energy Visible) genannt, nachgesagt, sich negativ auf die Sehkraft auszuwirken. Langfristig soll es die Entwicklung einer sogenannten Makula-Degeneration (Schädigung der Netzhaut) begünstigen, so Experten des Brillenglasherstellers Wetzlich Optik-Präzision GmbH. Direkte Auswirkungen der Strahlen spüre man nach einer hohen Dosierung in Form von tränenden Augen und Kopfschmerzen.

Das blaue Licht soll darüber hinaus die Haut schneller altern lassen: Blue Light dringt tiefer in die Haut ein als UV-Licht, verursacht oxidativen Stress und produziert so freie Radikale, was wiederum zu Zellschäden und vorzeitiger Hautalterung führt, sagt Dr. Felix Bertram, Dermatologe aus der Schweiz (Bunte, Ausgabe 26, 2019).

Apps, Brillen und spezielle Displays als Gegenmaßnahmen

Echte Langzeitstudien gibt es zu Hautalterung und Sehkraft-Beeinträchtigung aber noch nicht. Wer sich dennoch vor möglichen Folgen schützen will, hat Glück: Sowohl die Smartphone-Hersteller als auch die Kosmetikindustrie haben sich das Thema längst auf die Fahnen geschrieben. OnePlus etwa empfiehlt die Nutzung von 90-Hz-Displays sowie die Nutzung eines Dark-Modus. Spezielle Anti-Aging-Cremes mit "Blue-light-Schutz" und spezielle Schutzbrillen für die Arbeit am Rechner sind ebenfalls längst verfügbar.

Und auch für diejenigen, die ihr Smartphone nicht aus der Hand legen können, gibt es Lösungen: Mit dem Zen-Modus auf OnePlus-Smartphones und mit der "Digital-Wellbeing"-App für Android-Geräte beispielsweise können Nutzer das Handy vor sich selbst sperren.

Diana Schellhas

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