Ratgeber

Woran man vertrauenswürdige Online-Shops erkennt

Immer mehr Verbraucher kaufen über das Internet ein. Doch beim Online-Einkaufsbummel kann man schnell in die Falle tappen. Wie man unseriöse Anbieter erkennt und welche Warnsignale misstrauisch machen sollten, lesen Sie hier!

12.03.2010, 15:44 Uhr
Internet© jamdesign / Fotolia.com

Köln (ots) – Online-Shopping ist so beliebt wie nie zuvor, allerdings können Verbraucher gerade hier immer noch schlimme Reinfälle erleben. Die Zeitschrift "Computerbild" und Trusted Shops, der Gütesiegelaussteller für Online-Shops, haben deshalb einen Ratgeber mit den zehn wichtigsten Warnsignalen erstellt, die Verbraucher misstrauisch machen sollten.

1. Suspektes Impressum

Der Verkäufer sollte in jedem Fall sofort und eindeutig identifiziert werden können. Sind dessen Angaben hingegen nur schwer oder gar nicht auffindbar, ist größte Vorsicht geboten. Dies gilt ebenso, wenn nur eine Firma, aber kein Name, oder nur eine Postfachanschrift genannt wird.

2. Lückenhafter Datenschutz

Wenn Aussagen zum Datenschutz lückenhaft sind oder fehlen, kann das darauf hinweisen, dass der Website-Betreiber Kundendaten weiterverkauft oder an zweifelhafte Auskunftssysteme übermittelt.

3. Missverständliche Preisangaben

Alle Preisangaben sollten klar wiedergeben, dass die Mehrwertsteuer enthalten ist, und auch, welche Versandkosten samt Zuschlägen (Express, Nachnahme) genau entstehen. Werden die Versandkosten verschwiegen oder bleibt deren Berechnung unklar, sind böse Überraschungen vorprogrammiert.

4. Unverbindliche Lieferfristen

Wird die bei einem Produkt genannte Lieferzeit durch eine Aussage im Kleingedruckten relativiert ("Lieferfristen sind unverbindlich"), sollte der Verbraucher skeptisch werden. Kann ein Produkt nicht sofort geliefert werden, müssen die längeren Lieferzeiten direkt beim Produkt genannt werden.

5. Vorkasse ohne Geld-zurück-Garantie

Bei einer Zahlung per Vorkasse sollte diese unbedingt durch die Geld-zurück-Garantie von Trusted Shops abgesichert sein. Sollte der Händler trotz Zahlung nicht liefern, stellt dies den einzigen Schutz davor dar, sein Geld zu verlieren. Denn eine Überweisung lässt sich nicht rückgängig machen.

6. Unverschlüsselte Datenübertragung

Zahlungsdaten sollten niemals unverschlüsselt übertragen werden, denn diese könnten abgefangen und missbraucht werden. Auch würde dies häufig gegen die Bedingungen der eigenen Bank verstoßen. Am Schloss-Symbol im Browser kann jeder erkennen, dass die Übertragung verschlüsselt ist.

7. Beschränkung des Widerrufsrecht

Von wenigen Ausnahmen abgesehen, gibt es generell das Recht, erworbene Waren innerhalb von zwei Wochen zurückzugeben. Vorsicht ist somit bei Händlern geboten, die dieses Recht in ihren AGB einschränken, indem sie nur originalverpackte Ware zurücknehmen möchten oder Angebotsartikel von der Rückgabe ausschließen.

8. Klauseln in den AGB

Einseitige Benachteiligung im Kleingedruckten Verbraucherunfreundlich und auch gesetzlich verboten: Manche Händler versuchen, Kunden durch Klauseln in ihren AGB unangemessen zu benachteiligen. Aussagen wie zum Beispiel "Versand auf Gefahr des Käufers" oder "Transportschäden müssen sofort gemeldet werden" sind unzulässig und unwirksam.

9. Schlechte Erreichbarkeit

Eine Produktanfrage im Vorfeld per E-Mail oder Telefonanruf ist Gold wert - denn sie zeigt, wie es um den Kundenservice bestellt ist. Wer keine zügige Antwort erhält, sollte auch kein vorbildliches Entgegenkommen bei Umtausch oder Rückgabe erwarten.

10. Negative Bewertungseinträge in Foren

Aufschlussreicher Test: Wer den Namen des Händlers in eine Suchmaschine eingibt, findet eventuell Negativeinträge in Foren - etwa wegen langer Lieferzeiten oder schlechter Erreichbarkeit.

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