Zeitungsbericht

Anbieterwechsel läuft noch nicht immer rund

Die Bundesnetzagentur registriert einem Zeitungsbericht zufolge immer noch zahlreiche Beschwerden von Verbrauchern über Probleme beim Wechsel des Telefonanbieter. Greift die Netzagentur nicht genügend durch?

KündigungsfristBeim Wechsel des Festnetz-Anbieters kann man einfach den neuen Anbieter den alten Vertrag kündigen lassen.© Kaarsten / Fotolia.com

Bonn (dpa/red) - In einem Zeitraum von etwas über einem Jahr habe die Netzagentur in rund 4000 Fällen Verbrauchern helfen müssen, weil wegen eines Anbieterwechsels die Versorgung unterbrochen gewesen sei, heißt es demnach in einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Bärbel Höhn. Laut Gesetz darf die Unterbrechung maximal einen Tag dauern.

Anbietern drohen Bußgeldverfahren

Die Netzagentur habe inzwischen laut Bundesregierung gegen drei Telekommunikationsanbieter Bußgeldverfahren eingeleitet, berichten die "Ruhr Nachrichten" in Dortmund weiter. Den Unternehmen drohten Bußgelder in einer Höhe von bis zu 100.000 Euro. Die Verfahren wollte die Bundesnetzagentur den "Ruhr Nachrichten" gegenüber nicht kommentieren. Die Grünen-Politikerin Höhn forderte ein entschiedeneres Eingreifen der Behörde. Die Netzagentur habe "noch die Samthandschuhe an".

Warum hapert es überhaupt beim Wechsel?

"Wenn ein Kunde seinen Festnetz-Anbieter wechseln will, müssen die Anbieter miteinander kommunizieren - da das elektronische Verfahren dafür noch nicht eingeführt ist, müssen die Daten manuell ausgetauscht werden. Dabei gibt es manchmal Probleme", zitiert die Zeitung aber einen Sprecher der Bundesnetzagentur. Sollte die Versorgung beim Wechsel wirklich einmal länger als einen Tag ausfallen, sollte man dies der Netzagentur melden, rät der Sprecher.

Damit ein Wechsel problemlos abläuft, lässt der Kunde am besten den neuen Anbieter beim alten kündigen - und erspart sich somit auch selber Zeit und Mühe. Ganz wichtig ist, dass auf allen Formularen die korrekten Daten in der richtigen Schreibweise angegeben werden, damit lassen sich potenzielle Fehler deutlich reduzieren.

Quelle: DPA

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