Einigung

Bestätigt: Vodafone will Unitymedia übernehmen

Vodafone und Liberty Global haben sich offenbar auf die Konditionen für die Übernahme von Unitymedia geeinigt. Mehr als 18 Milliarden Euro will Vodafone für Anteile des Breitbandanbieters zahlen, wie das Unternehmen bekanntgab.

Vodafone© Vodafone GmbH

London/Denver - Vodafone (www.vodafone.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) will große Teile des Breitbandanbieters Liberty Global in Deutschland und Osteuropa kaufen, darunter auch den deutschen Kabelnetzanbieter Unitymedia mit 7,2 Millionen Kunden. Die beiden Konzerne einigten sich laut Angaben von Vodafone auf einen Kaufpreis von 18,4 Milliarden Euro inklusive Schulden. Der Deal muss allerdings noch von den Kartellbehörden genehmigt werden. Die beiden Unternehmen erwarten, dass die Übernahme Mitte 2019 abgeschlossen sein wird.

Wird Vodafone zum Monopolisten?

Insbesondere hierzulande könnte die geplante Übernahme die Landschaft auf dem Telekom-Markt verändern. Vodafone ist mit dem milliardenschweren Kauf von Kabel Deutschland im Jahr 2014 Marktführer im Kabelnetz, Deutschland ist der wichtigste Markt der Briten. Unitymedia (www.unitymedia.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) ist in den drei Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg vertreten. Mit der Übernahme würde Vodafone dann über ein Fernsehkabelnetz verfügen, mit dem knapp zwei Drittel aller bundesdeutschen Haushalte erreicht werden. Damit könnte Vodafone im ganzen Land Mobilfunk, Fernsehen und Breitband im Paket anbieten.

Konkurrenten wie die Telekom aber auch lokale Glasfasernetz-Anbieter brachten sich schon gegen die Fusion in Stellung. Sie kritisieren, dass Vodafone durch die Übernahme eine Monopolstellung auf dem Kabelfernsehmarkt erlangen könne. Befürworter, wie der ehemalige Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, argumentieren wiederum, die Übernahme sei förderlich für den Wettbewerb.

Telekom-Chef: "Nicht genehmigungsfähig"

Kabel Deutschland war 2004 mit dem geplanten Kauf der Kabelnetze in den drei Unitymedia-Bundesländern am Widerstand des Bundeskartellamts gescheitert. Inzwischen haben sich der Markt und die Wettbewerbssituation aber gewandelt. Der Deutschen Telekom als Konkurrent dürfte ein Zusammenschluss indes nicht gefallen. So hatte Telekom-Chef Tim Höttges ein mögliches Zusammengehen der beiden großen Kabelnetzbetreiber in Deutschland denn auch als "nicht genehmigungsfähig" bezeichnet.

Deutschland starke Region für Liberty Global

Liberty Global hat im abgelaufenen Quartal den Verlust drastisch ausgeweitet. Das Minus für die Aktionäre des Unternehmens fiel mit 1,2 Milliarden Dollar (1 Mrd Euro) mehr als dreimal so hoch aus wie vor einem Jahr. Der Umsatz sei hingegen um 4,2 Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar gestiegen, teilte das Unternehmen am Dienstagabend nach US-Börsenschluss mit. Der operative Gewinn sprang um 17,5 Prozent auf 493 Millionen Dollar nach oben. In Deutschland hatte der Umsatz von Liberty im ersten Quartal um knapp 10 Prozent zugelegt und war damit zweitstärkste Region gewesen.

Quelle: DPA

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