Regulierung

Call-by-Call und Preselection bleiben erhalten

Call-by-Call und Preselection bleiben Festnetz-Kunden der Telekom erhalten, entschied die Bundesnetzagentur. Auch mehr als 15 Jahre nach der Liberalisierung des Telefonmarktes besitzt die Deutsche Telekom noch eine große Marktmacht.

Call-by-Call© Stauke / Fotolia.com

Bonn (AFP/red) - Die Möglichkeit, mit einer zusätzlichen Vorwahl vor einem einzelnen Gespräch (Call-by-Call) oder langfristig mit einer Änderung der Grundeinstellungen (Preselection) einen anderen Telefonanbieter auszuwählen, müsse bestehen bleiben, erklärte die Bundesnetzagentur am Dienstag in Bonn. Beide Optionen seien "für bestimmte Kundengruppen" weiterhin wichtig.

Telekom besitzt "beträchtliche Marktmacht"

Die Entscheidung zu Call-by-Call und Preselection ist den Angaben zufolge Teil der Rahmenbedingungen für die Regulierung der Telekom-Festnetzanschlüsse in den nächsten Jahren. Die neue Festlegung zu den Rahmenbedingungen sei erforderlich geworden, weil die Telekom (www.telekom.de) bei Festnetzanschlüssen "nach wie vor über eine beträchtlicher Marktmacht verfügt", erklärte die Bundesnetzagentur. Bei Großkunden sei dies inzwischen allerdings nicht mehr der Fall.

Der liberalisierte Telefonmarkt

Der Telefonmarkt in Deutschland war in mehreren Schritten zum 1. Januar 1998 komplett liberalisiert worden. Damit fiel das Monopol der Telekom. Um es deren Kunden zu ermöglichen, über Konkurrenzanbieter zu telefonieren, wurden unter anderem Call-by-Call und Preselection eingeführt. Mit Hilfe dieser Sparvorwahlen können Telefonate innerhalb Deutschlands, aber auch ins Ausland, erheblich billiger geführt werden.

Die Bundesnetzagentur ist als Regulierungsbehörde unter anderem dafür zuständig, den Wettbewerb auf dem Telekommunikationsmarkt, aber auch bei Elektrizität, Gas, Post und Eisenbahnen zu fördern.

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Quelle: AFP

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