Strafe

Dickes Bußgeld wegen unerlaubter Telefonwerbung

Die Bundesnetzagentur hat ein Bußgeld von 50.000 Euro wegen illegaler Telefonwerbung verhängt. Zahlen soll ein Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen, wie die Behörde am Montag in Bonn mitteilte.

Telefon© Sven Bähren / Fotolia.com

Bonn (AFP/red) - Die Bundesnetzagentur hatte im November mehrere Wohn- und Geschäftsräume durchsuchen lassen und damit auf Beschwerden von Verbrauchern reagiert.

Telefonwerbung mit unterdrückter Rufnummer

In den Anrufen sei von einer unterdrückten Rufnummer aus für Hausalarmanlagen geworben worden, teilte die Behörde mit. Die Bundesnetzagentur habe festgestellt, dass das Unternehmen nicht über die nötige Einwilligungserklärung der Angerufenen verfügt habe. Gegen den Bußgeldbescheid könne das Unternehmen Einspruch einlegen.

"Allein im letzten Jahr hat die Bundesnetzagentur insgesamt über 500.000 Euro Bußgelder festgesetzt", erklärte Behördenpräsident Jochen Homann. Bei der Aufklärung sei die Bundesnetzagentur jedoch weiterhin auf die Hilfe der Verbraucher angewiesen.

Unerlaubte Werbeanrufe werden strenger geahndet

Seit September vergangenen Jahres werden Verbraucher durch eine Gesetzesnovelle besser vor unlauterer Telefonwerbung geschützt. Für unerlaubte Werbeanrufe können Bußgelder bis 300.000 Euro gegen die Firmen verhängt werden. Zuvor galt eine Obergrenze von 50.000 Euro. Geldbußen können nun auch für unerlaubte Werbeanrufe von Telefoncomputern verhängt werden. Zuvor galt dies nur für unerlaubte Werbeanrufe von Menschen.

Quelle: AFP

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