Befragung

Geplatzte Termine: Vodafone erhebt Vorwürfe gegen Telekom

Wenn der Internetanschluss auf sich warten lässt oder gestört ist, ist der Techniker, der nicht zur vereinbarten Zeit erscheint, ein zusätzliches Ärgernis. Vodafone hat nun per Befragung ermitteln lassen, wie viele Telekom-Termine platzen.

Langsames DSL© Calado / Fotolia.com

Düsseldorf – Der Internetanschluss ist in den allermeisten Haushalten nicht mehr wegzudenken. Umso ärgerlicher ist es, wenn das Internet nicht läuft – ob durch einen Anbieterwechsel oder eine Störung. In dem Fall kommt ein Techniker der Telekom (www.telekom.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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), um zu helfen. Im DSL-Bereich hat diese nämlich die Kontrolle über die "letzte Meile". Um herauszufinden, wie oft es Probleme mit den Technikerterminen gibt, hat Konkurrent Vodafone eine Befragung durchführen lassen.

Der erste Technikertermin klappt oft nicht

Laut dieser Umfrage schlägt jeder dritte erste Technikertermin der Deutschen Telekom fehl – das seien bis zu 6.000 Termine am Tag. Erst nach drei bis vier Terminen seien 98 Prozent der Kunden wirklich online oder die Störung behoben. Das sei nicht nur ärgerlich, so Vodafone-Service-Vorstand Gerhard Mack, sondern auch "ein wirtschaftliches Problem für Deutschland".

Auf den Techniker-Termin zu warten heißt nämlich oft auch, einen Urlaubstag nehmen zu müssen. Die deutschen Bundesbürger verschenken Vodafone zufolge 2,2 Millionen Urlaubstage pro Jahr für Telekom-Techniker, die nicht kommen oder nicht helfen können. Gerechnet in Bruttowertschöpfung eines durchschnittlichen Arbeitstages seien das 956 Millionen Euro, die Arbeitnehmern und Arbeitgebern in Deutschland entgehen. Freiberuflern und Selbstständigen entstünden durch Tage, an denen sie ihren Internetanschluss nicht nutzen können, sogar ein Schaden von knapp fünf Milliarden Euro.

Bevorzugt die Telekom ihre eigenen Kunden?

Vodafone folgert, dass aus Angst vor diesen Komplikationen viele vor einem Anbieterwechsel zurückschrecken und dadurch Wettbewerb verhindert wird. Das Düsseldorfer Unternehmen wirft der Telekom außerdem vor, die eigenen Kunden zu bevorzugen. Während 71 Prozent der gesamten Termine von Telekom-Kunden zur vereinbarten Zeit stattfänden, kämen nur 60 Prozent der Termine bei Wettbewerbskunden zustande. Kunden vom Wettbewerber würden auch häufiger sitzen gelassen: Bei 15 Prozent der Wettbewerbskunden käme der Techniker gar nicht, während neun Prozent der Telekom-Kunden unnötig auf den Telekom-Techniker warteten.

Zur Befragung

Das Wissenschaftliche Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK Consult) hat im Auftrag von Vodafone eine repräsentative Befragung von 4.457 Konsumenten durchgeführt und auch interne Daten von Vodafone (www.vodafone.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) in die Auswertung einfließen lassen.

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