Rufnummernmitnahme

Netzagentur: Portierung im Festnetz darf keine 40 Euro kosten

Die Bundesnetzagentur hat einem Provider untersagt, knapp 40 Euro für eine Rufnummernmitnahme (Portierung) zu berechnen. Besonders interessant: Das nun angeordnete Entgelt liegt deutlich unter dem marktüblichen Betrag.

Festnetz© Gajus / Fotolia.com

Bonn – Der Provider Freikom GmbH aus Schleswig-Holstein hatte für die Mitnahme einer Ortsnetzrufnummer ein Entgelt von 39,90 Euro (inkl. Umsatzsteuer) berechnet. Nach einer Verbraucherbeschwerde hatte die Bundesnetzagentur eine Prüfung der Entgelte für die Portierung bei dem Anbieter vorgenommen. Nun hat die Bonner Regulierungsbehörde das Portierungsentgelt von knapp 40 Euro brutto untersagt und stattdessen ein Entgelt von lediglich 9,61 Euro netto angeordnet.

Angeordnetes Entgelt für Portierung liegt unter marktüblichen Höchstgrenze

Verbrauchern dürften nur Kosten in Rechnung gestellt werden, die einmalig beim Wechseln entstehen. Die Bundesnetzagentur hatte das Entgelt in Höhe von netto 9,61 Euro auf Basis eines europäischen Preisvergleichs ermittelt. Höhere Kosten seien von der Freikom GmbH nicht nachgewiesen worden. Laut einer Mitteilung der Bonner Behörde von Mittwoch bleibe es dem Unternehmen überlassen, auch ein niedrigeres oder gar kein Entgelt zu erheben. Die Entscheidung der Bundesnetzagentur habe Signalwirkung, da das jetzt angeordnete Entgelt deutlich unter der bislang am Markt üblichen Höchstgrenze von brutto 29,95 Euro liege.

Signal für Überprüfung anderer Portierungsentgelte

Das Portierungsentgelt im Festnetz werde durch die jetzige Entscheidung der Regulierungsbehörde deutlich abgesenkt. Damit würden die Hürden für Verbraucher bei der freien Auswahl des Anbieters niedriger. Dennoch gelte das angeordnete Entgelt nur für den Anbieter Freikom. Davon gehe aber ein Signal auch für die Überprüfung anderer Portierungsentgelte aus.

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