Am 1. Juni

Neue Regelung zu Warteschleifen tritt in Kraft

Am 1. Juni 2013 tritt die endgültige Regelung zur Einführung kostenloser Warteschleifen in Kraft. Bisher galt eine Übergangsregelung. Um den neuen Standards zu genügen, hat die Bundesnetzagentur eine neue Störungsannahme eingerichtet. Auch andere Service-Nummern werden wohl umgestellt.

Telefonanschluss© Sven Bähren / Fotolia.com

Bonn (red) - Die Übergangsregelung, die seit dem ersten September 2012 gilt, besagt, dass Warteschleifen bei Sonderrufnummern mindestens die ersten beiden Minuten kostenlos sein müssen oder es einen Festpreis für das Telefonat gibt.

Angerufener soll Kosten für Wartezeit übernehmen

Ab dem 1. Juni 2013 darf eine Warteschleife nur noch mit Festpreis verwendet werden oder aber mit einer zeitabhängigen Abrechnung, bei der der Anrufer aber für die Dauer der Warteschleife nicht zahlen muss. Uneingeschränkt dürfen Warteschleifen aber noch bei Mobilfunknummern und Ortsnetzrufnummern sowie ohnehin kostenlosen Rufnummern eingesetzt werden. Das heißt, dass hier gegebenenfalls auch noch Kosten anfallen können. In den anderen Fällen muss der Anrufer zudem zu Beginn des Telefonats über die voraussichtliche Dauer informiert werden und darüber, ob ein Festpreis anfällt oder der Angerufene die Kosten übernimmt. Im Falle eines Verstoßes droht ein Bußgeld. Auch nachgelagerte Warteschleifen bei Sonderrufnummern müssen jetzt kostenlos sein. Um eine nachgelagerte Warteschleife handelt es sich beispielsweise, wenn der Kunde nach dem ersten Abheben noch weitere Ziffern eingeben muss, um durchgestellt zu werden.

Neue Rufnummer für die Störungsannahme

Einige Firmen werden spätestens jetzt ihre Rufnummern umstellen müssen. Auch die Bundesnetzagentur hat eine neue Rufnummer für die Funkstörungsbearbeitung eingerichtet, da die bisherige die neuen Vorgaben "nicht in allen Belangen" erfüllt habe. Die neue Telefonnummer lautet 04821 89 55 55. Betroffene können unter der neuen Rufnummer rund um die Uhr Funkstörungen und Störungen beim Radio- und Fernsehempfang melden. Die bisher genutzte 0180-Servicerufnummer wird zum 1. Juni auf eine für den Anrufer kostenlose Ansage umgestellt und zum Jahresende außer Betrieb genommen.

Verbraucher sollten darauf achten, dass wahrscheinlich zahlreiche Service-Rufnummern umgestellt werden. Wählt ein Unternehmen eine Ortsrufnummer, profitieren Kunden mit Festnetz-Flatrate auch hier von kostenlosen Warteschleifen, für andere Anrufer gelten die normalen Festnetz-Preise ihres Providers.

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