Telefonie international

Serbien: Kosovo bekommt keine eigene Landesvorwahl

Der Kosovo soll nach dem Willen von Serbien noch immer keine eigene Landesvorwahl bekommen. Dies war eigentlich schon vor über einem Jahr verabredet worden. Die Weigerung Serbiens ist ein Hindernis für die EU-Beitrittsgespräche.

Telefon© Sven Bähren / Fotolia.com

Belgrad – Serbien weigert sich weiter, seiner seit acht Jahren selbstständigen früheren Provinz Kosovo eine Landesvorwahl im internationalen Telefonverkehr zu ermöglichen. Auch in fünftägigen Vermittlungsgesprächen der EU mit den zerstrittenen Seiten habe es keine Einigung gegeben, berichteten die Medien beider Länder am Samstag in Belgrad und Pristina. Obwohl eine solche Vorwahl schon vor über einem Jahr verabredet worden war, seien die Gespräche am Streit über das Eigentum der Telekom im Kosovo gescheitert.

Annäherung an die EU blockiert

Weil es in diesem Streit sowie im Konflikt über die Energieversorgung weiter keine Fortschritte gibt, blockieren Berlin und London nach einem Zeitungsbericht die weitere Annäherung des EU-Kandidaten Serbien an Brüssel. Deutschland und Großbritannien hätten in dieser Woche die Öffnung von weiteren drei Beitrittskapiteln verhindert, meldete die Regierungszeitung "Novosti" am Samstag in Belgrad.

Serbien will das fast nur noch von Albanern bewohnten Kosovo wieder in seinen Staatsverband eingliedern, obwohl seine Unabhängigkeit von weit über 100 Staaten anerkannt ist.

Quelle: DPA

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