Regulierung

Telekom soll auch weiterhin Call-by-Call zulassen

Bei den Endkunden verfüge die Telekom noch über eine beträchtliche Marktmacht. Das Unternehmen soll deshalb auch weiterhin dazu verpflichtet werden, Call-by-Call und Preselection zuzulassen, so die Bundesnetzagentur.

Telefon Gebühren© VRD / Fotolia.com

Bonn (red) - Dies sieht ein jetzt veröffentlichter Entscheidungsentwurf vor, in dem die Rahmenbedingungen für die Regulierung der Festnetz-Endkundenanschlüsse festgelegt werden sollen. Auf diesem Markt verfügt die Telekom nach dem Ergebnis einer Marktuntersuchung der Netzagentur nach wie vor über eine beträchtliche Marktmacht.

Homann: Call-by-Call immer noch wichtig

"Trotz verbreiteter Flatrate- und Bündelangebote stellen Call-by-Call und Preselection für bestimmte Kundengruppen noch immer eine wichtige Option dar. Die Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher und die tatsächliche Nachfrage rechtfertigen es daher nicht, diese Wahlmöglichkeiten schon jetzt aufzuheben", erläuterte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Die Entgelte für Telefonanschlüsse bei der Telekom sollen ebenfalls wie bisher einer nachträglichen Regulierung unterliegen. Danach überprüft die Bundesnetzagentur die Entgelte, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass sie missbräuchlich sind und daher nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprechen.

Keine Regulierung bei Großkunden

Künftig nicht mehr reguliert werden sollen Telefonanschlüsse, die die Telekom Großkunden im Rahmen von Gesamtverträgen mit einem Jahresnettoumsatz von mehr als 500.000 Euro bereitstellt. In diesem Marktsegment konnte keine beträchtliche Marktmacht der Telekom mehr festgestellt werden.

Der Verfügungsentwurf ist auf den Internetseiten der Bundesnetzagentur unter www.bundesnetzagentur.de nachzulesen und steht dort als Download bereit. Alle interessierten Marktteilnehmer haben die Möglichkeit, bis zum 16. April 2014 Stellung zu nehmen.

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