Umstellung

Umfrage: IP-Telefonie funktioniert bei den meisten problemlos

Gegenüber der IP-Telefonie sind viele Kunden der Deutschen Telekom AG eher skeptisch. Einer Umfrage des Verbraucherportals Verivox zufolge haben die meisten Kunden nach der Umstellung aber keine Probleme feststellen können.

FestnetzUmstellung auf IP-Telefonie: Bei vielen Kunden kommt es offenbar nicht zu Problemen.© Gajus / Fotolia.com

Heidelberg – Die Deutsche Telekom (www.telekom.de/dsl Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können. Partnerprogramme haben keinerlei Einfluss auf unsere redaktionelle Berichterstattung, Preise oder Platzierungen in Tarifrechnern.) will ihre Festnetzanschlüsse bis 2018 komplett auf IP-Technologie umstellen, Kunden telefonieren dabei über das Internet. Etliche Kunden stehen der Umstellung jedoch skeptisch gegenüber. Die vielfach geäußerten Vorurteile: Internetbasierte Telefonanschlüsse sind störungsanfälliger, schon bei der Umstellung komme es zu Problemen. Doch ist das wirklich so? Das Verbraucherportal Verivox (www.verivox.de) hat eine repräsentative Umfrage zur IP-Telefonie in Auftrag gegeben. Im November befragte das Meinungsforschungsinstitut YouGov 2.021 Personen ab 18 Jahren.

Nur kleiner Teil der Kunden klagt über schlechtere Sprachqualität oder häufigere Ausfälle

Demnach funktioniert IP-Telefonie beim Großteil der Befragten überwiegend problemlos. 55 Prozent der Befragten hätten nach der Umstellung "keine oder kaum Veränderungen" feststellen können. Lediglich 13 Prozent bemängelten eine schlechtere Sprachqualität. Immerhin knapp ein Viertel (23 Prozent) kämpfe nach der Umstellung auf IP-Technologie häufiger mit Ausfällen. Den meisten Telefonkunden falle jedoch gar nicht auf, ob ihr Anschluss internetbasiert ist, sagt Telekommunikationsexperte Sven Ehrmann, Mitglied der Geschäftsleitung bei Verivox. Denn es habe sich technologisch viel getan: "Die Technik hat sich in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt. Seit der Einführung von HD-Voice ist die Sprachqualität oft sogar besser als beim herkömmlichen Festnetz", erklärt Ehrmann.

Rund die Hälfte der Telefonanschlüsse in Deutschland nutzt IP-Technologie

Die Abkehr vom klassischen Festnetz ist ohnehin nicht mehr aufzuhalten. Rund die Hälfte aller Telefonanschlüsse werden bereits schon jetzt über das Internet realisiert, auch Kunden von Kabelnetzbetreibern wie Vodafone, Unitymedia & Co telefonieren per IP-Technologie. Der Großteil der herkömmlichen Festnetzanschlüsse findet sich mit rund 65 Prozent bei dem ehemaligen Monopolisten, der Deutschen Telekom. Unter Hochdruck stellt der Bonner Konzern die Anschlüsse der Kunden auf die neue Technik um. Neukunden erhalten in der Regel nur noch internetbasierte Anschlüsse, Festnetzanschlüsse finden sich daher fast ausschließlich bei Bestandskunden.

Im Rahmen der Verivox-Umfrage erklärten 53 Prozent der Teilnehmer, dass sie noch einen klassischen Festnetzanschluss nutzen. Lediglich 33 Prozent der Umfrageteilnehmer nutzen IP-Telefonie. Allerdings konnten 14 Prozent der Befragten nicht angeben, über welche Anschlussart sie telefonieren.

IP-fähiger Router erforderlich - Kostenersparnis durch IP-Anschluss möglich

Technisch ist die Umstellung auf IP-Telefonie für die Kunden ohne großen Aufwand realisierbar. Wer einen Telefon- und Internetanschluss nutzt, benötigt lediglich einen IP-fähigen Router. Das Telefon wird dann am Router angeschlossen. Reine Telefonkunden müssen nichts unternehmen, die Umstellung erfolgt in der Vermittlungsstelle. Meist sind die bisherigen Telefone mit den IP-Anschlüssen kompatibel und können weitergenutzt werden – solange sie nicht zu alt sind. Weiterer Vorteil der IP-Umstellung ist laut Ehrmann eine Kostenersparnis:"In vielen Altverträgen wurden im Vergleich zu heute sehr hohe Minutenpreise verlangt."

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