Billigvorwahlen

VATM: Call-by-Call-Nutzung nimmt in der Corona-Krise stark zu

Call-by-Call scheint in der Corona-Krise an Bedeutung zu gewinnen. Die Nutzung steigt, berichtet der VATM. Die "Kommunikation über das Telefon war noch nie so relevant wie heute", sagt VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner zu den Entwicklungen.

Diana Schellhas, 07.12.2020, 09:48 Uhr
Call-by-Call© Stauke / Fotolia.com

Der Griff zum Telefon, Smartphone und anderen Kommunikationsmitteln spielt in Corona-Zeiten eine besonders wichtige Rolle. Dabei erlebt auch die Nutzung der Sparvorwahlen Call-by-Call eine Renaissance. Häufiger als vor der Pandemie werden außerdem Servicerufnummern wie zum Beispiel Apotheken-Hotlines und E-Commerce-Hotlines gewählt. Das berichtet der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.V. (VATM). Demnach liegt die Minutenzunahme bei manchen Servicerufnummern zwischen 10 und 20 Prozent. 2019 hätten die Bürgerinnen und Bürger rund 1,9 Milliarden Minuten über Servicerufnummern telefoniert.

Call-by-Call-Nutzung steigt teilweise um bis zu 45 Prozent

Sogar um bis zu 45 Prozent sei die Nutzung von Call-by-Call seit dem ersten Lockdown bei einzelnen Anbietern zeitweise gestiegen. "Kommunikation über das Telefon war noch nie so relevant wie heute", sagt VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner. Das gelte gerade für Personen, die gesundheitlich besonders gefährdet sind. Mit den Sparvorwahlen sei es möglich, teils deutlich preiswerter zum Beispiel ins Ausland zu telefonieren. Diese Vorwahlen könnten von den allermeisten Telekom-Kunden über deren Festnetzanschluss genutzt werden. An den Weihnachtsfeiertagen und den Tagen drumherum gehen die Anbieter von einer wachsenden Nutzung aus.

Call-by-Call kann noch bis 2022 genutzt werden

Insgesamt würden im Jahr etwa 5 Milliarden Minuten über Call-by-Call und Preselection telefoniert. Die Sparvorwahlen hätten hierzulande seit der Liberalisierung des Marktes erheblich zu verbraucherfreundlichen Preisen beigetragen. Anrufe kosteten über die Sparvorwahlen oft weniger als einen Cent, zum Beispiel ins französische oder polnische Festnetz. Bei Gesprächen in das Mobilfunknetz könnten Call-by-Call-Kunden bis zu 90 Prozent einsparen.

Die Regulierung verpflichte die Telekom nicht mehr dazu, Sparvorwahlen zuzulassen. Nach Auslaufen der Verfügung habe sich der VATM mit der Telekom darauf verständigt, dass Call-by-Call auch in den nächsten Jahren, mindestens noch bis mindestens Ende 2022, den Kunden zur Verfügung stehe.

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