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VATM: Nutzung von Sparvorwahlen um 50 Prozent gestiegen

Sparvorwahlen erhalten im Zuge der Corona-Krise dem VATM zufolge wieder eine größere Bedeutung. Vor allem für ältere Menschen und denjenigen mit schmalerem Geldbeutel sind Call-by-Call-Vorwahlen demnach eine wichtige Alternative gegenüber digitalen Diensten.

Diana Schellhas, 09.04.2020, 13:25 Uhr
FestnetzLaut VATM spart man bei Gesprächen in das Mobilfunknetz per Call-by-Call bis zu 90 Prozent.© Gajus / Fotolia.com

Nicht nur das Telefonieren via Festnetz selbst erlebt in Zeiten der Corona-Pandemie eine Renaissance. Auch die Nutzung von Sparvorwahlen, dem sogenannten Call-by-Call, steigt derzeit enorm an, berichtet der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.V. (VATM). Kommunikation über das Telefon war noch nie so wichtig wie heute, sagt Jürgen Grützner, Geschäftsführer des Verbandes. Das gelte gerade für Personen, die gesundheitlich besonders gefährdet sind.

Mit Call-by-Call bis zu 90 Prozent sparen

Insgesamt werden demnach im Jahr etwa 5 Milliarden Minuten über Call-by-Call und Preselection telefoniert. Die Sparvorwahlen hätten hierzulande seit der Liberalisierung des Markts erheblich zu verbraucherfreundlichen Preisen beigetragen. Anrufe kosteten über die Sparvorwahlen oft weniger als einen Cent, zum Beispiel ins französische oder polnische Festnetz. Bei Gesprächen in den Mobilfunk könne der Kunde per Call-by-Call bis zu 90 Prozent einsparen.

Um bis zu 50 Prozent sei die Nutzung der Sparvorwahlen in den letzten Wochen gestiegen. Da auch an den Ostertagen keine Reisen stattfinden dürften, gingen die Anbieter von einer weiter wachsenden Nutzung aus.

Sparvorwahlen als Alternative zur Kontaktaufnahme über das Internet

"Gerade auch für ältere Menschen, die keine digitalen Dienste nutzen können oder möchten, sind die preiswerten Call-by-Call-Tarife eine sehr wichtige Alternative", erklärt Grützner. Die Call-by-Call-Vorwahlen könnten dabei helfen, dass auch Bürger mit wenig Budget oder ohne Internetanbindung in diesen Krisenzeiten den Kontakt vor allem zu Familie und Freunden pflegen können.

Call-by-Call nur für Telekom-Kunden

Diese Vorwahlen können von den allermeisten Telekom-Kunden über deren Festnetzanschluss genutzt werden. Regulierungen verpflichten die Telekom nicht mehr dazu, Sparvorwahlen zuzulassen. Nach Auslaufen der Verfügung hat sich der VATM mit der Telekom darauf verständigt, dass Call-by-Call auch in den nächsten Jahren, mindestens noch bis mindestens Ende 2022, den Kunden zur Verfügung steht.

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