DSL-Bremse

Verbraucherschützer prüfen weitere Drossel-Klagen

Nach dem Urteil des Landgerichts Köln gegen die Telekom überlegt man in der Verbraucherzentrale NRW schon, gegen weitere Angebote mit DSL-Drosselung gerichtlich vorzugehen. Man will jedoch warten, bis das Urteil rechtskräftig ist.

Internet-Drosselung© Heiko Barth / Fotolia.com

Düsseldorf (dpa/red) - "Wenn das Urteil rechtskräftig wird, werden wir uns genau überlegen, ob wir auch andere Firmen abmahnen müssen", sagte Thomas Bradler, Rechtsanwalt der Verbraucherzentrale NRW, der "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe). Die Telekom sei "ja nicht das einzige Unternehmen, das Flatrates im Festnetz bewirbt und dann in Wahrheit doch Volumengrenzen hat".

Gericht: Drossel-Klausel ist unzulässig

Das Landgericht Köln hatte am Mittwoch eine umstrittene Klausel der Telekom für unzulässig erklärt, mit der das Unternehmen bei starker Nutzung einer Flatrate die Leitung drosseln wollte. Das sei eine Irreführung, da der Kunde bei einer Festnetz-Flatrate keine Begrenzung erwarte, befand das Gericht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Entsprechende Mobilfunk-Flatrates betrifft es nicht. Auch gegen Mobilfunk-Drosselungen vorzugehen, plant die Verbraucherzentrale vorerst nicht.

Quelle: DPA

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