Klage eingereicht

Vorwahlen: Verbraucherschützer fordern Preisansage-Pflicht

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat eine gesetzliche Pflicht zur Preisansage bei so genannten Call-by-Call-Vorwahlen gefordert. Der Anlass: Die exorbitant hohen Rechnungen des Telefonanbieters PM2, besser bekannt durch seine Vorwahl 01056.

21.04.2010, 15:35 Uhr
Telefontarife© Inga F / Fotolia.com

Berlin (afp/red) - Anlass sei der Fall des Anbieters PM2, der seine freiwillige Preisansage einstellte und kurz darauf die Tarife auf ein Vielfaches erhöhte, teilte der vzbv am Mittwoch in Berlin mit. Teilweise waren die Preise um mehrere tausend Prozent erhöht worden. Gegen das Unternehmen sei inzwischen eine Unterlassungsklage beim Landgericht Darmstadt eingereicht worden. "Der Gesetzgeber muss für die nötige Preistransparenz sorgen. Dazu ist eine Ansagepflicht erforderlich", erklärte vzbv-Vorstand Gerd Billen.

Horrende Rechnungen

Trotz der Zunahme von Telefon-Flatrates nutzen Verbraucher weiterhin so genannte Call-by-Call-Vorwahlen, um gerade bei teuren Auslandsverbindungen oder bei Anrufen aufs Handy Kosten zu sparen. Beim Telefonanbieter PM2, hauptsächlich bekannt durch die Vorwahl 01056, wurden die Kunden im Herbst vergangenen Jahres mit extrem hohen Tarifen konfrontiert. Zudem war einige Wochen vorher die Tarifansage abgeschaltet worden. Die Verbraucherschützer raten betroffenen Kunden zum Widerspruch. Hilfe gibt es auch in unserem Forum unter 01056 Abzocke.

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