01053 - Preisänderungen

Dieses Thema im Forum "Call by Call" wurde erstellt von Dagobert, 18. Dezember 2009.

  1. Dagobert

    Dagobert Gast

    Hatte heute 01053 aus der Liste der Anbieter ausgewählt, da es sehr billig 0,39c nach China waren. Natürlich auf deren Webseite überprüft und auch dort stimmte der Preis. (Angabe: Mo-Fr: 0-24 Uhr)

    Da aber alle meine Anrufe nicht richtig durchgestellt wurden und ich bei sonstwelchen Chinesen am anderen Ende der Welt landete, habe ich eine andere Vorwahl genommen.

    Jetzt schaue ich gerade wieder in die Liste hier und sehe, dass hier ein Preis von 1,39c steht. Schwupps auf die 01053 Webseite gewechselt und dort steht sogar 0,99 Euro.

    Wieso schreiben die dort 0-24 Uhr? Das ist doch eine Falschangabe wenn sie es während dieser Zeit plötzlich ändern oder? Was wenn ich zu einem billigen Tarif telefoniere und die ändern das während dem Gespräch? Ist das möglich?

    Edit: jetzt hats Billiger-Telefonieren.de auch auf 0,99 Euro geändert, danke.
     
  2. spammemad

    spammemad Gast

    Kommt nur mir das so vor, oder macht 01056 jetzt Schule? Gab es derart große Tarifschwankungen schon immer? Das freut die Deutsche Telekomm sicher ungemein, wenn jetzt alle Call-by-call-Anbieter in Verruf geraten. Merkwürdige Geschäftsmodelle sind das. Kommt wohl allgemein in Mode, kurzfristig viel herausschlagen und dann nach uns die Sintflut ...
     
  3. pleitegeier

    pleitegeier Mitglied

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    Hallo
    spammemad
    vielleicht hängt das hiermit zusammen

    Die Deutsche Telekom ist auch heute immer noch Marktführer bei festnetzgebundenen Telefonanschlüssen und per Gesetz der Regulierung unterworfen. Sie muss also u.a. die freie Betreiberauswahl per Call by Call und Pre-Selection ermöglichen. Bei der in dieser Woche gestarteten Schaltung der NGN-Anschlüsse ist allerdings kein Call by Call oder Pre-Selection möglich. Es stellt sich die Frage, ob diese Nichtschaltung bei NGN zulässig ist. Hier weichen die Ansichten von Telekom und Bundesnetzagentur erheblich voneinander ab. Der Ex-Monopolist ist der Meinung, dass die Verpflichtung zur freien Betreiberauswahl beim NGN-Anschluss keinen Bestand hat. Die Bundesnetzagentur vertritt hingegen die Ansicht, dass die vorliegende Regulierungsverfügung technikneutral ist und damit auch für NGN-Anschlüsse gilt.

    Jetzt gibt´s Fakten+Preishistorie

    WICHTIG!UNDNEU
    Für Alle, die genau wissen wollen, wie sich die Preise für ihr Zielland entwickelt haben:

    1. Anklicken:

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    2. In der Spalte "Zone" einfach das interessierende Land anklicken!


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    Bitte jeden Forumsteilnehmer diesen Link in seinen Beitrag zu kopieren und darauf hinzuweisen. Vielen Dank nocheinm
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  4. Verena

    Verena Moderator Mitarbeiter

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    Hallo spammemad,

    das Beispiel 01056 ist, Gott sei Dank, bislang ohne Vergleich. Allerdings ändern die Call-by-Call-Anbieter ihre Tarife heute deutlich häufiger als etwa noch vor einem Jahr. Der Markt wird nicht einfacher, und die Margen werden nicht höher. Deshalb raten wir unseren Nutzern immer wieder dazu, entweder einen Tarif mit Ansage zu wählen oder vor jedem längeren Telefonat erneut in die Tarifübersichten zu schauen. Es nützt nichts, wenn man mittags um 12 reingeschaut und sich einen Tarif für 18 Uhr ausgeguckt hat, denn um 18 Uhr können die Preise schon wieder völlig anders aussehen.

    Man kann mit Call-by-Call immer noch viel Geld sparen, aber man darf als Nutzer keinesfalls nachlässig werden und muss aufpassen wie ein Luchs.

    Gruß, Verena
     
  5. GerryAusWuppi

    GerryAusWuppi Mitglied

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    Und immer schön Beweise sichern, dass der Tarif auch wirklich gegolten hat!
    Also:
    - Screenshot der Originalseite des Anbieters! vor dem Anruf anfertigen. Informationen der Tarifportale alleine bieten keinerlei Garantien!
    - Anrufen, Zeit notieren und abheften!
    - Dann die nächsten Rechnungen des Anbieters kontrollieren, ob richtig abgerechnet worden ist!

    Der "Markt" ist leider kein wirklicher Markt. Denn auf einem richtigen Markt kennt man normalerweise den Preis und zahlt auch direkt, Zug um Zug! Außerdem führen Preiserhöhungen auf einem solchen normalen Markt dazu, dass die Kunden woanders hin gehen, weil z. B. der Stand nebenan einen günstigeren Preis hat.

    Auf dem Call By Call - "Markt" ist es viel undurchsichtiger und daher muß man davon ausgehen, dass versucht wird, abgezockt zu werden. Recht muß man sich dann ggf. per Gerichtsverfahren erkämpfen - die Politik steht leider auf Seiten der Abzocker!

    Wer Call By Call nutzt, sollte wissen, dass er im Ernstfall, wenn die Abzockerbande zugeschlagen hat, auf sich alleine gestellt ist!

    Also:
    AUFPASSEN und Belege sammeln

    ODER

    am Besten kein Call By Call nutzen, falls es sich

    vermeiden läßt!



    Grüsse

    Gerry
     
  6. Verena

    Verena Moderator Mitarbeiter

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    Hallo Gerry,

    ich kann gut verstehen, dass du nach der Erfahrung mit 01056 Call-by-Call insgesamt sehr sehr kritisch siehst, und wahrscheinlich würde es mir nicht anders gehen. Doch generell davor zu warnen, überhaupt keine Vorwahlen mehr zu nutzen, schießt aus meiner Sicht übers Ziel hinaus.

    Wenn man unsere Ratschläge befolgt und vor jedem längeren Gespräch den Tarif kontrolliert bzw. einen Anbieter mit Ansage nutzt, kann eigentlich nichts passieren. So etwas wie mit 01056 hat es noch nie gegeben, ich beobachte diesen Markt schon viele Jahre und nutze auch selbst Call-by-Call.

    Wer allerdings kein Internet hat oder die Tarife nur einmal wöchentlich kontrollieren kann, sollte in der Tat die Finger von den Vorwahlen lassen. Leider werden diese Ratschläge immer noch zu selten beherzigt.

    Gruß, Verena
     
  7. GerryAusWuppi

    GerryAusWuppi Mitglied

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    Hallo Verena!

    Zitat:
    "...Wenn man unsere Ratschläge befolgt und vor jedem längeren Gespräch den Tarif kontrolliert bzw. einen Anbieter mit Ansage nutzt, kann eigentlich nichts passieren..."

    Am 1. und/oder 2. Dezember hatte 01056 auf der eigenen Homepage andere Tarife, als z. B. auf eurer Seite. Wer garantiert überhaupt die Tarife zu bestimmten Zeitpunkten und wie kann man diese im Nachhinein überhaupt beweisen? Das geht nur durch selbt angefertigte Dokumentationen !

    Dein Ratschlag "eigentlich kann ja nichts passieren" mag statistisch evtl. auf die Mehrheit der Telefonverbindungen zutreffen, jedoch besteht das Hauptproblem weiterhin für alle, die Call By Call nutzen, dass es keinen wirksamen Verbraucherschutz gibt und die Abzocker bzgl. Preisgestaltung fast alles machen dürfen, was sie wollen! Keiner hindert sie daran! Im Streitfall muß der Kunde beweisen, dass eine Tarifansage geschaltet war, deren Ansage unkorrekt war oder der Preis ein anderer war... Die Beweislast wird hier umgekehrt!

    Euer Tarifportal und die anderen, die am Call By Call - "Markt" mit verdienen, haben für solche Fälle auch nur Achselzucken übrig und können natürlich in keiner Weise für Empfehlungen zur Rechenschaft gezogen werden. Konkret: Würde einer der Tarifportale vor Gericht aussagen, dass eine Tarifansage geschaltet war odereben nicht und dass ein bestimmter Preis zu einem bestimmten Termin galt? Die Antwort kenne ich schon!

    Wer garantiert denn, dass die Abzockerei auch von anderen bisher seriös agierende Firmen nicht auch betrieben wird?

    Dein Ratschlag in allen Ehren, aber es ist so wie beim ungeschützen GV mit einem Unbekannten:
    Sich nur darauf zu verlassen, dass der andere schon Gesund ist und eigentlich nichts passieren kann, kann sehr böse enden!

    Daher, egal ob beim Sex mit Unbekannten oder telefonieren über Call By Call: Am Besten verzichten oder, wenn es denn gar nicht anders gehen sollte, immer Schutzmaßnahmen treffen !

    Grüsse
    Gerry
     
  8. Verena

    Verena Moderator Mitarbeiter

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    Hallo Gerry,

    ich stimme dir voll zu:

    "Sich nur darauf zu verlassen, dass der andere schon Gesund ist und eigentlich nichts passieren kann, kann sehr böse enden!"

    Genau das ist doch bei der 01056 passiert: Wenn nicht so viele Nutzer im guten Glauben, dass der Tarif schon noch so sein wird wie zuvor, einfach weitertelefoniert hätten (die Einzelfälle mit Tarifansage ausgenommen), dann wären diese horrenden Beträge doch nie aufgelaufen. Wer nur einmal im Oktober oder November für sein Tarifziel eine Abfrage gemacht hätte, wäre rückwärts vom Stuhl gefallen und hätte die Nummer nie wieder benutzt.

    Insgesamt ist dieser Markt gar nicht so viel anders als andere Märkte aufgebaut: Was billig ist, sollte man sich sehr genau anschauen; und wenn ein Produkt keine Preisauszeichnung hat, sollte man nach dem Preis fragen. Das macht jeder im Supermarkt, aber bei Telefonanbietern wird die kostenlose (!) Abfragemöglichkeit offenbar nur bedingt genutzt.

    Gruß, Verena
     
  9. GerryAusWuppi

    GerryAusWuppi Mitglied

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    Hallo Verena,
    natürlich sind die meisten hier reingefallen, weil sie nicht vorher die Preisliste eingesehen haben. Dies haben sie natürlich deshalb nicht getan, weil 01056 bisher so ein Verhalten nicht an den Tag gelegt hat und man PM2 daher vertraut hat.

    Dieser Markt ist nicht wie die meisten anderen Märkte, weil die Änderungsgeschwindigkeit der Preise absolut ungewönlich ist und die Preis-Transpararenz weder durch die Tarifportale noch durch den Anbieter selber verläßlich dargestellt werden kann bzw. wird. Ein Preis um 18:00 kann evtl. schon um 18:01 ungültig sein, wenn man dann anruft. Ob da immer alle Tarifansagen und Webseiten syncron mit den Preisänderungen umgestellt werden, wage ich zu bezweifeln. Zumindest gibt es niemanden, der das regelmäßig kontrolliert und öffentlich protokolliert!

    Die Preisbildung ist auch ungewöhnlich für "normale" Märkte, bei denen i. d. R. Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen. Welchen Sinn macht eine Erhöhung um 100 % für ein paar Stunden oder die Änderung der Taktrate auf einem funktionierenden Markt? Wenn Aldi die Milch um 5 Cent erhöht, laufen alle zum Lidl. Nein, die Preiserhöhungen kann man vielleicht mit den Tricksereien der Lebensmittelindustrie vergleichen, die z. B. größerer Packungen mit mehr Luft und den selben oder weniger Inhalt verkaufen als vorher und dafür evtl. noch mehr Geld kassieren, etc.. Ganz eindeutig wird das Ziel verfolgt, den Kunden zu täuschen und genauso machen es hier die Call By Call - Preishopper! Sie hoffen, dass der Kunde nichts bemerkt oder einfach vergißt oder aufgrund des geringen Betrages nicht mißtrauisch wird.

    Solange hier keine Verbesserungen auf diesen Markt eingeführt werden, um diese Abzockermentalität in die Schranken zu verweisen, gebe ich den bereits fromulierten Rat.

    Grüsse
    Gerry
     
  10. Verena

    Verena Moderator Mitarbeiter

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    Hallo Gerry,

    es stimmt nicht, dass ein Preis, der um 18 Uhr gegolten hat, um 18.01 Uhr nicht mehr gilt. Es ändern sich keine Preise während einer laufenden Stunde. Der Preis von 18 Uhr gilt mindestens bis 18.59 Uhr. Wenn du telefonieren willst, suchst du dir zwei oder drei Anbieter raus (am besten mit Ansage, da gibt es für jedes Zielland genug), und wenn einer dauernd besetzt ist oder der andere inzwischen teurer geworden ist, nimmst du den dritten (so, wie man wegen der billigeren Milch dann zum Lidl geht, um dein Beispiel zu nehmen).

    Im Übrigen können wir die Preise der Anbieter sehr wohl transparent und mit genau dem Preis, der zum Zeitpunkt des Abrufs gilt, darstellen. Der Tarif, den du jetzt abrufst, gilt auch genau jetzt - mindestens bis 12 Uhr, eventuell länger. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Homepages der Anbieter nicht immer akkurat zum Zeitpunkt der Änderung neu aufgesetzt werden, doch in aller Regel sind auch dort die Preise korrekt.

    Wenn du mal außen vor lässt, dass hier Menschen arbeiten und Eingabefehler auch bei größter Sorgfalt nie ganz zu vermeiden sind, kannst du dich wirklich, auch zu nachtschlafender Zeit, auf die dargestellten Tarife verlassen. Wir haben auch die Möglichkeit, Änderungen, die erst um 20 oder 21 Uhr gelten, zu genau dem Zeitpunkt auszugeben. Da die meisten Listen automatisiert eingelesen werden, ist die Fehlerquote sehr gering. Selbstverständlich werden Tarife auch außer der Reihe kontrolliert, zum Beispiel, wenn wir von einem Anbieter länger nichts gehört haben. Und protokolliert wird auch: Wir geben inzwischen bei jedem Anbieter das Datum aus, zu dem der Tarif zuletzt geändert wurde.

    Gruß, Verena
     
  11. Dagobert

    Dagobert Gast

    Wie ist das denn jetzt genau? Nehmen wir an ich starte ein Call um 12:50 Uhr zum Preis von 1Cent/Minute und um 13:00 Uhr wird der Tarif angehoben. Bleibt mein Gespräch dann zum alten Preis oder wird ab 13 Uhr der neue automatisch angewandt? Falls ja, wie funktioniert dass auf der Abrechnung der Telekom?
     
  12. Verena

    Verena Moderator Mitarbeiter

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    Hallo Dagobert,

    wenn man über die volle Stunde hinaus telefoniert und sich der Preis zur vollen Stunde ändert, gilt ab diesem Zeitpunkt der neue Tarif. Das wird auch auf der Telekom-Rechnung so ausgewiesen.

    Gruß, Verena
     
  13. spammemad

    spammemad Gast

    Hallo Verena,

    die Aussage halte ich für bedenklich. Das wäre dann ja: Telefonieren Sie gerne mit unserer Vorwahl und beginnen Sie jeweils wenige Sekunden vor den vollen Stunden der Tageszeit, wir berechnen dann was wir wollen. Wenn ich CbC nutze, habe ich ein Angebot von Anbieter XY gefunden, dann wähle ich die entsprechende Vorwahl 010XY und wenn der Anbieter XY einverstanden ist (tatsächlich eine Verbindung herstellt) kommt, nach übereinstimmenden Willenserklärungen, ein Rechtsgeschäft zustande. Einseitige Änderungen, in diesem Fall die Anwendung von einem anderen Tarif, sind naturgemäß ausgeschlossen. Alles andere wäre ein Glücksspiel. Wenn eine Partei die ursprünglichen Bedingungen ändern möchte, hat sie eine umfassende Pflicht zur Information und die andere Partei ein Kündigungsrecht. Bekanntlich verfahren z.B. alle Versicherungen so.

    Oder anders ausgedrückt: Wenn dem tatsächlich so wäre, könnte z.B. ein Vermieter nach Abschluss eines Mietvertrags dennoch beliebig hohe Mietzahlungen verlangen. Oder Euer Provider könnte, wenn er nur ein neues Auto kaufen wollte, die monatlichen Entgelte verzehnfachen. Das kann so nicht funktionieren, ein einzelnes Rechtsgeschäft muss abgegrenzt sein. Wenn alle Konditionen beliebig sind, machen Angebote oder Tarife und darauf beruhende Verträge überhaupt keinen Sinn.

    Und CbC wird auch (wirklich? ;-) nicht vom Staat betrieben, aber nur der hat doch hierzulande das Glücksspielmonopol ...

    Freundliche Grüße
     
  14. spammemad

    spammemad Gast

    Nachtrag:

    01053 fon4U bestimmt in ihren AGB, dass der Kunde zur Zahlung der Rechnungsbeträge verpflichtet ist, die sich aus den "dem Kunden bei Vertragsschluss bekannt gegebenen Tarifen ergeben." Und ein Vertrag kommt jeweils mit "dem erfolgreichen Herstellen der Verbindung zustande und besteht nur für die Dauer der mit der Vorwahl 01053 eingeleiteten Verbindung." Von 'gleitenden' Tarifen oder Änderungen innerhalb eines Vetrages steht da nichts. Würde mich auch wundern, weil, wie schon gesagt, grundsätzlich fragwürdig.

    fon4U hat aber dafür einen anderen Leckerbissen parat. Deren Tarifansage ist laut AGB absolut unverbindlich: "3.5 ... Dieser Service (anm.: die Tarifansage) ist ausdrücklich kein Vertragsbestandteil und kann [ ...] von der geltenden Preisliste abweichen oder entfallen. [ ...] Die Zahlungsverpflichtung für den Kunden auf Grundlage von Ziffer 5.1 bleibt auch in diesem Falle fortbestehen." -> "5.1 Der Kunde ist zur Zahlung der Rechnungsbeträge verpflichtet, wie sie sich aus den von fon4U veröffentlichten und dem Kunden bei Vertragsschluss bekannt gegebenen Tarifen ergeben." Ob das rechtlich einwandfrei ist, möchte ich schon bezweifeln. Und vertrauenerweckend ist es bestimmt nicht. Weil, warum wurde so ein Passus formuliert?

    Freundliche Grüße
     
  15. Verena

    Verena Moderator Mitarbeiter

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    Hallo spammemad,

    inwieweit all diese Formulierungen und Absicherungen auf Anbieterseite rechtlich haltbar sind, weiß ich nicht; ich bin keine Juristin. Ich hatte mich aber jüngst erst bei einem der großen CBC-Anbieter erkundigt und gefragt, ob sich während des Telefonats der Tarif ändern kann, und mir wurde dies bestätigt.

    Gruß, Verena
     
  16. spammemad

    spammemad Gast

    Hallo Verena.

    Wie wunderbar immer veränderbare Preise wären, kann sich jeder vernünftige Mensch an wenigen Fingern abzählen. Dafür muss man kein Jurist sein:

    Es gäbe also auch keine Preisangabenverordnung (PAngV). Es müsste vor jeder Bestellung in einer Kneipe, einem Restaurant oder beim Bäcker jeweils für jede einzelne Kleinigkeit ein Preis erfragt werden. Wieviel kostet jetzt ein Bier, gilt der Preis auch noch, bis es hier auf dem Tisch steht? Beim Brötchen-Eintüten würde in der Bäckerei laut addiert: fünfundzwanzig, fünzig, fünfundsiebzig, zweifünfundsiebzig - halt stopp, das Letzte wieder zurück ...

    Der ultmative Nervenkitzel für Normalverdiener wäre eine 20-km-Autobahn-Fahrt mit dem Taxi. Bei jeder Heizöllieferung müsste man neben der Pumpe stehen bleiben, an den Tankstellen würden die Autotanks stundenlang vorsichtig vollgestottert, die Stadtwerke würden die Strom- und Gaspreise eventuell mit vielen riesigen Leuchttafeln bekanntgeben. Und obwohl das Kilometerentgelt der Umzugsfirmen immer eine Lotterie wäre, würden viele Mieter mehrmals im Jahr umziehen müssen. Viele Rechnungen hätten mehrere Meter Länge, weil ja zig-tausend verschiedene Preise angegeben werden müssten.

    Auch wenn einige CbC-Anbieter so etwas anscheinend gerne wollen, kann es schließlich doch nicht funktionieren.

    Bitte übermittle demjenigen, der bei dem großen CbC-Anbieter die genannten Auskünfte erteilt hat, diese Aussage per eMail. Eine Antwort kann selbstverständlich auch gerne hier im Forum erfolgen.

    Freundliche Grüße
     
  17. Verena

    Verena Moderator Mitarbeiter

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    Hallo spammemad,

    wenn ich im neuen Jahr etwas Zeit habe, setze ich mich mal ausführlich mit diesem Thema auseinander.

    Danke auch für den Spam-Hinweis!

    Viele Grüße und einen guten Rutsch,

    Verena
     
  18. Verena

    Verena Moderator Mitarbeiter

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    Hallo spammemad,

    wie vesprochen melde ich mich zum Thema "Was passiert, wenn sich ein Tarif während eines Telefonats ändert?". Die Netzagentur hat mir mitgeteilt, dass es keine regulatorische oder sonstige Anordnung gibt, wie die Anbieter das Problem handhaben sollen. Vorgeschrieben sei lediglich, dass auf der Webseite bzw. in den AGB darauf hingewiesen werden muss, wie abgerechnet wird.

    Nach Rücksprache mit den wichtigsten Anbieter-Pools kann ich dir außerdem sagen, dass die meisten Anbieter während eines Telefonats immer den aktuell gegebenen Preis berechnen - also, wenn sich der Tarif zur vollen Stunde ändert, dann ab diesem Zeitpunkt auch den neuen Tarif berechnen. Das machen die meisten so, aber nicht alle.

    Ich halte diese Vorgehensweise indes für wenig problematisch, auch wenn man mit juristischen Kenntnissen sicherlich trefflich drüber streiten kann. Allerdings ist mir in vielen Jahren nicht eine einzige Beschwerde erinnerlich, die sich auf diese Thematik bezogen hätte - zumal man ja in einem Fall davon profitiert und in einem anderen Fall wieder nicht, es sich also ausgleichen dürfte, wie beim Fußball mit den nicht gegebenen Elfmetern in einer Spielzeit (wobei auch das natürlich ein herrliches Streitthema darstellt!).

    Ich denke aber, es ist für die Kunden schon wichtig zu wissen, wie abgerechnet wird, und wir werden an prominenter Stelle auch noch einmal darauf hinweisen.

    Gruß, Verena
     
  19. spammemad

    spammemad Gast

    Tarifänderung im Gespräch

    Hallo Verena,

    danke für die Information. Meines Erachtens ist das aber kein Thema, über das gestritten werden sollte. Mal ganz abgesehen davon, dass ich von Fußball keine Ahnung habe ...

    Ich kann aber nicht glauben, dass ein Anbieter jemals für ein Gespräch ein geringeres Entgelt, als es ihm möglich gewesen wäre, abgerechnet haben sollte. Quasi CbC-Anbieter als Heilsarmee. Hemmungslose persönliche Bereicherung, bzw. grenzenlose Gier, wird hingegen mittlerweile allgemein gesellschaftlich hoch angesehen. Unseren lieben Politikern sei Dank.

    Egal. Grundsätzlich gelten für alle Rechtsgeschäfte in Deutschland die Maßgaben des BGB. Und weil bei vielen Rechtsgeschäften eine undeutliche oder gar fehlende Preisangabe bekanntlich zu großen Schwierigkeiten führen würde - z.B. in Gaststätten, Herbergen oder Tankstellen - wurde noch eine spezielle Rechtsnorm erlassen: Die Preisangabeverordnung. Denn der Preis einer Speise sollte sich nicht während des Verzehrs ändern - sie wäre sonst womöglich nicht bestellt worden. Eine Übernachtung kann auch nicht mehr Rückgängig gemacht werden, deswegen darf die am nächsten Morgen auch nicht x-mal mehr kosten. Wenn ein Tank gefüllt wird gilt wiederum das gleiche. Und die Angabe von Preisen mit einem Änderungsvorbehalt ist deswegen auch nur für wenige Ausnahmefälle - allerdings auch nicht für Call-by-Call - zulässig.

    Wenn also ein Preis/Tarif nicht mit einer definierten, hier zeitlichen, Begrenzung angegeben wird, ist er für das darauf beruhende Rechtsgeschäft auch uneingeschränkt verbindlich. Eine Abrechnung von einzelnen Gesprächen nach anderen, als zu Beginn des Gespräch angegebenen Tarifen, ist demnach ohne Zweifel nicht rechtmäßig.

    Ich denke, die Inanspruchnahme von Telekommunikationsdienstleistungen gleicht vielfach dennoch einer Lotterie, weil sich fast niemand dagegen wehrt. Die arglistige Täuschung und der gewerbsmäßig organisierte Betrug im Bereich der Telekommunikation ist demnächst vielleicht durch Gewohnheitsrecht legitimiert. Und nullo actore, nullus iudex - wo kein Kläger, da kein Richter. Eine negative Feststellungsklage hat bisher ja auch noch kein Kunde angestrengt.

    Vielen Kunden werden kleine Tricksereien auch gar nicht auffallen. Wer rechnet denn, wenn er denn überhaupt einen Einzelverbindungsnachweis und - besonders heikel - eine Tariftabelle hat, die Positionen auf der Abrechnung nach. Obendrein sind die jeweils fraglichen Beträge überwiegend verhältnismäßig gering. Für den einzelnen Kunden/Teilnehmer ist der Aufwand, einen unrechtmäßig geforderten Betrag zu bestreiten, vergleichsweise hoch. Vermutlich sind auch deswegen keine Beschwerden zu solchen Preisänderungen bekannt.

    Für den Anbieter lohnt es sich hingegen in jedem Fall. Er muss dafür keine Leistung erbringen und hat auch strafrechtlich nichts nennenswertes zu befürchten. Auch wenn nur wenige Kunden bezahlen - alles ungetrübter Mehrertrag. Leider.

    Mir ist dazu auch aufgefallen, dass die allgemein verlangten "Entgelte" eine bemerkenswert einheitliche Höchstgrenze von ca. 150 Cent/Min haben. Wenn mehr verlangt wird, verweigern wahrscheinlich zu viele Kunden die Zahlung. Und Klagen würden dann zunehmend riskant. Stupid law of business.

    Aber ob jemand gegen unrechtmäßige Forderungen vorgehen will oder nicht, muss er schließlich selbst entscheiden.

    Freundliche Grüße
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 13. Januar 2010

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