01066 schickt Inkassofirma ins Ausland für 1 Euro

Dieses Thema im Forum "Call by Call" wurde erstellt von coriander, 19. November 2014.

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  1. coriander

    coriander Neues Mitglied

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    Hallo,
    ich bin grade tierisch geschockt und weiß nicht, wo ich anfangen soll. Gestern bekam ich völlig überraschend einen Brief von einem Inkasso-Unternehmen, welches angeblich im Auftrag der 01066 GmbH arbeitet und auf diesem Wege €1.18 eintreiben will, die ich obiger Firma angeblich schuldig geblieben bin. Natürlich nicht, ohne gleich Gebühren von 45 Euro draufzuschlagen.

    Die Situation ist nun folgende: Ich bin im August nach England gezogen und habe daher meinen Telekom-Festnetzvertrag im Juli gekündigt. Offensichtlich gab es dadurch Kuddelmuddel bei der Telekom, so wurde z.B. vergessen, mir im August eine Rechnung zu schicken. Dies wurde Anfang September von der Telekom bemerkt und der ausstehende Betrag auf die Septemberrechnung aufgeschlagen (Entschuldigungsemail von der Telekom liegt mir vor). Da ich aber zu der Zeit Probleme mit dem neuen englischen Konto hatte, konnte ich nicht sofort bezahlen und als dann am 23. September eine Mahnung kam, habe ich einen Freund in Deutschland gebeten, die offene Rechnung zu bezahlen.

    Die nächste und letzte Rechnung konnte ich dann wieder ganz normal bezahlen.

    Ich habe gestern sofort bei der Inkassofirma angerufen und mir wurde mitgeteilt, daß dem Brief von gestern angeblich zwei Mahnungen im Oktober vorausgegangen wären. Diese habe ich allerdings nicht erhalten.

    Auf meine Frage nach Kontaktdaten der 01066 GmbH wurde mir erklärt, man könne diese aus Datenschutzgründen nicht herausgeben. Stattdessen bot man an, mir (kostenlos) einen Einzelverbindungsnachweis zu schicken, der dann die Kontaktdaten enthalten würde. Das würde allerdings 7-10 Tage dauern, was im Hinblick auf die genannte Zahlungsfrist ausgesprochen knapp würde.

    Heute habe ich mir dann die Kontaktdaten von der Website der 01066 GmbH besorgt und dort angerufen, was natürlich ein Vermögen gekostet hat, da es keinen regulären Weg gibt, um eine 0800-Numer aus dem Ausland anzurufen -nach 20 Minuten Warteschleife bei der Deutschen Telekom war eine Kundenberaterin so freundlich mich einfach mit der 01066 GmbH zu verbinden. Dort hat mich dann eine sehr barsche Frau D. komplett abblitzen lassen. Sie hätte das nicht mehr in der Hand, den Fall könne ich nur noch mit dem Inkasso-Unternehmen verhandeln.

    Was kann ich nun tun? Es ist sehr gut möglich, daß die €1.18 tatsächlich in dem Umzugsdurcheinander und der von der Telekom vergessenen Rechnung irgendwie unter den Tisch gefallen sind. Jedoch habe ich keinerlei Nachweis darüber, daß und wann die Summe fällig gewesen wäre. Wie hätte ich das denn dann verhindern können? Die Inkassogebühren finde ich allerdings ziemlich unangemessen.

    Ich wäre Euch sehr dankbar, wenn Ihr mir hier einen guten Rat geben könntet.

    Liebe Grüße,
    Coriander
     
  2. bagemania

    bagemania Neues Mitglied

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    Hi ! Komme aus der Inkassobranche

    Unterlass die Anrufe bei dem Inkassounternehmen denn Du sprichst nur mit einem weisungsgebundenen Call Agent :confused:

    Die Gebühren sind nicht mal ansatzweise durchsetzunsgfähig

    Ich würde die unstrittige Hauptforderung plus 2,,50 € pauschal zweckgebunden überweisen
    (Verwendungszweck "Nur hauptforderung plus 2,50 € Verzugschaden)"

    Warte auf das kommende Inkassoschreiben in welchem man Dir erklärt warum Du angeblich ebenfalls die Gebühren zu zahlen hast

    Reagiere dann gegenüber dem Inkassobüro z.b so schriftlich :

    "...Sehr geehrtes Inkasso Team - ich weise die Forderung vollumfänglich zurück - weitere Briefe Ihres Hauses sowie Ihrer Vertragskanzlei werden zu keiner Zahlung führen - einen gerichtlichen Mahnbescheid werde ich deshalb widersprechen - mit der Weitergabe meiner Daten bin ich gem BDSG nicht einverstanden - ich untersage expl die Kontaktaufnahme per telefon .."

    Es ist jedoch sehr wahrscheinlich das das Inkassobüro das Schreiben ignoriert und trotzdem weitere Briefe auf den Sünder herabregnen lässt - oft wird z.b in einem weiteren Schreiben eine detailierte "Begründung" für die Zahlungsverweigerung eingefordert !
    Eine Begründung oder ein erneutes Zurückweisen der Forderung ist jedoch nicht nötig

    Am besten dann noch mal posten

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  3. coriander

    coriander Neues Mitglied

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    Hallo bagemania,
    danke für Deine Antwort. War natürlich leider zu spät, um Deinen Rat zu befolgen. War inzwischen nochmal mit dem Inkasso-Büro in Kontakt. Ich kann zumindest nicht über deren Umgangsformen klagen (im Gegensatz zu denen der 01066-Dame).

    Ich habe inzwischen festgestellt, daß ich im Oktober doch eine Call-by-Call-Mahnung bekommen habe, allerdings von einer anderen Firma. Und da ich das dann sofort bezahlt hatte, hatte ich das längst verdrängt. Jetzt stellt sich aber heraus, diese andere Firma residiert an derselben Adresse, wie die 01066 GmbH und die Mahnung wurde tatsächlich an genau dem vom Inkassobüro genannten Datum verschickt.

    Und wenn ich mir die geforderte Summe, die ich damals ungeprüft überwiesen habe, genau anschaue, macht das rechnerisch alles Sinn. Ich habe im Oktober 2.03 Euro mehr bezahlt, als die damals offene Differenz zwischen Telekom-Mahnung und Original-Telekom-Rechnung. Das macht dann die geforderten 1.18 plus 85 Cent extra.

    Die 85 Cent lassen sich aber gut mit 75 Cent Auslandsporto plus 10 Cent fürs Papier für die Mahnung erklären.

    Also, ich wüßte nicht, wo jetzt noch eine offene Rechnung übrig sein sollte.

    Mal sehen, ob die das auch erkannt haben.
     
  4. bagemania

    bagemania Neues Mitglied

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    Am Besten nochmal posten wenn der Inkassoladen sich wieder meldet
     
  5. coriander

    coriander Neues Mitglied

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    Natürlich stellen die sich jetzt blöd und versuchen weiterhin ihre übertriebenen Gebühren einzufordern.

    In der neuen Mahnung ignorieren sie alle Nachweise, die ich ihnen geschickt habe und kommen mit dem naiven Erklärungsversuch "haben Sie vielleicht nur eine Telekom-Mahnung bezahlt?" Na klar, so ging das ganze los. Aber wenn die jetzt natürlich zugeben würden, daß ihnen eine Kopie meines Kontoauszugs vorliegt, der beweist, daß ich die offene Rechnung aus dem Hause Berner Straße 119 lange vor Einschalten des Inkassobüros bezahlt habe, dann hätten sie ja nichts mehr, um Druck zu machen. Ab jetzt halte ich deren Vorgehen für Nötigung.

    Wie kann ich sinnvollerweise reagieren? Ich hab keine Lust, mehr, noch mehr Geld in sinnlose Kommunikation mit denen zu stecken.
     
  6. bagemania

    bagemania Neues Mitglied

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