Danzig, Kattowitz, Krakau, Warschau Abzocke

Dieses Thema im Forum "Call by Call" wurde erstellt von Niko8472, 15. März 2016.

  1. Niko8472

    Niko8472 Neues Mitglied

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    Hallo,
    dies betrifft Verbindungen nach Polen, zu den anderen Ländern habe ich keine Kenntnisse.
    In mehreren Topics beschwert euch über Abzocke bei unterschiedlichen Anbietern der CbC Diensten.
    Meist locken die Euch an mit einen sehr günstigen Angebot an und dann verlangen s/g „höhere Städtepreise“.
    Das ist Humbuck. Hier der Nachweis:
    1. Es ist nicht möglich bei den Telefonaten (Verbindungen) nach Polen festzustellen wohin man telefoniert. Ab Jahr 2009 gibt es in Polen keine Vorwahlen (Otskennung) mehr. Die wurden abgeschafft. Die Vorwahlen wurden in die Telefonnummern integriert und sind von Ort zu Ort übernehmbar. So kann man eine Tel.-Nr. von Kattowitz nach Danzig mitnehmen. Es funktioniert wie mit den deutschen Kfz-Nummern die man jetzt auch von Gemeinde zu Gemeinde mitnehmen darf.
    2. Da es nicht möglich ist festzustellen wohin der Anruf geht sind die ortsgebundene Sondertarife ein Betrug (meine Meinung nach, bevor mich jemand w/g Verleumdung verklagt;)). Daraus, mit Verbindung mit (Zitat BNetzA):

    „Auftretende Probleme bei der Erhebung von Entgelten für nicht erbrachte oder strittige Telekommunikationsdienstleistungen regeln sich nach dem Telekommunikationsgesetz (TKG). Auf Grund des bestehenden Vertragsverhältnisses sind auftretende Unregelmäßigkeiten vom betroffenen Endkunden gegenüber dem TK -Anbieter selbst vorzubringen.
    Werden dem Kunden Verbindungsleistungen berechnet, die er nicht in Anspruch genommen hat, so sollte er von seinem Anbieter grundsätzlich einen Einzelentgeltnachweis und eine technische Überprüfung gem. § 45i TKG fordern. Der Anbieter muss nachweisen, dass seine Forderungen berechtigt sind. § 45i Absatz 3 Telekommunikationsgesetz (TKG) regelt:
    (3) Dem Anbieter von Telekommunikationsdiensten für die Öffentlichkeit obliegt der Nachweis, dass er den Telekommunikationsdienst oder den Zugang zum Telekommunikationsnetz bis zu dem Übergabepunkt, an dem dem Endnutzer der Endzugang bereitgestellt wird, technisch fehlerfrei erbracht hat. Ergibt die technische Prüfung nach Absatz 1 Mängel, die sich auf die Berechnung des beanstandeten Entgelts zu Lasten des Endnutzers ausgewirkt haben können, oder wird die technische Prüfung später als zwei Monate nach der Beanstandung durch den Teilnehmer abgeschlossen, wird widerleglich vermutet, dass das in Rechnung gestellte Verbindungsaufkommen des jeweiligen Anbieters von Telekommunikationsdiensten für die Öffentlichkeit unrichtig ermittelt ist.“
    Ergibt:
    Ihr habt die Gebühren zu beanstanden und Euer Geld zurück zu verlangen.
    Ratsam ist die gleichzeitig bei den CbC Anbieter und den direkter Anbieter zu beanstanden, weil, wie BNetzA mir mitgeteilt hat:
    „Beachten Sie bitte, dass sich die Unternehmen, wenn Kunden Entgeltforderungen nicht vollständig nachkommen, diese sich der Unterstützung von Inkassounternehmen bzw. Anwaltskanzleien bedienen, was i.d.R. mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Einwirkungsmöglichkeiten für die Bundesnetzagentur sind hier nicht eröffnet. Vielmehr werden hier in erster Linie Fragen des allgemeinen Rechnungswesens berührt, nämlich die Frage der Einziehung offener Rechnungsbeträge, wenn diese nicht in der hierfür vorgesehenen Frist, Form oder Höhe beglichen wurden. Sollte hier eine Klärung zwischen den Vertragsparteien nicht möglich sein, so kann hier nur auf den ggf. zu beschreitenden Zivilrechtsweg verwiesen werden.“

    Ich persönlich habe die fraglichen Rechnungen bei der Firma 010017 Telecom GmbH beanstandet, die Firma aufgefordert mir den Nachweis der Richtigkeit der erhobenen Gebühren vorzulegen. Zu dem Vorgang: telefonisch ist die 010017 nicht zu erreichen, auf die Mail haben sie zuerst nicht geantwortet. Erst ein Fax brach eine Reaktion zur Stande. Daher: besser sofort per Einschreiben oder Fax mit den Kollegen kommunizieren;) Vorgelegt würde mir zwar die Verbindung aber kein Nachweis dass es nach Kattowitz ging. Wie auch? Aus diesem Grund bestehe ich auf die Erstattung der Gebühren die ich bezahlt habe und warte auf, den in TKG verankerten, Nachweis über Ortszuweisung der Verbindung;)

    Mein Rat: gut zuhören was die Ansage sagt, Finger weg von „abweichenden Städtegebühren“, bei Problemen sofort per Einschreiben oder Fax die Gebühren beanstanden und auf Kostenerstattung, mit Frist, bestehen.

    Schöne Grüße
    Niko8472
     
  2. Niko8472

    Niko8472 Neues Mitglied

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    W/g der Auseinandersetzung mit der 010017 Telecom GmbH bereite ich eine Anzeige nach den § 263 (3) 1.:

    Strafgesetzbuch (StGB)
    § 263 Betrug

    (1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
    (2) Der Versuch ist strafbar.
    (3) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter
    1. gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung von Urkundenfälschung oder Betrug verbunden hat

    Sollte ein Jurist unter Euch sein so bin ich über jede Hilfe froh. Danke.

    Grüße
    Niko8472