Mahngebühren viel zu hoch

Dieses Thema im Forum "Call by Call" wurde erstellt von GrafZahl, 2. März 2010.

  1. GrafZahl

    GrafZahl Gast

    Hallo,

    ein Call-by-Call-Anbieter, der über eine Telekomverbindung angewählt wurde, verlangt bereits im ersten Mahnschreiben eine Mahngebühr von 6,95 €.
    In einer zweiten Mahnung kommen 9,90 € dazu.
    Es werden also zusammen sportliche 16,85 € Mahngebühren verlangt - für einen Forderungsanteil von 1,64 €.

    In den AGBs ist von einer Mahngebühr von mind. 3,- die Rede, ein Vertrag wurde nicht unterschrieben.
    Bei der Suche im Netz habe ich gelesen, daß Mahngebühren von 2,50 bzw. bis max. 5,- angemessen sind.

    Wie kann man sich jetzt am Besten gegen dieses "Geschäftsmodell" wehren?

    Forderungsanteil zahlen und...
    A) Sache auf sich beruhen lassen
    B) Mahngebühren vollumfänglich ablehnen
    C) Nachweis über tatsächlich entstandene Kosten verlangen


    vielen Dank!
     
  2. Aigredouce

    Aigredouce Neues Mitglied

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    Mahngebühren viel zu hoch -- hier auch (gleicher Anbieter?)

    Hallo, ja genau das ist hier heute auch passiert!!
    In meinem Fall heißt die Firma heißt fon4U. Superdreist. Die scheinen im Forum nicht unbekannt zu sein.
    Weiß jemand hier zufällig, was passiert, wenn man einfach nicht mehr reagiert?
    Meine Rechnung beläuft sich nun auf über 40 €, von ursprünglich ca. 25 €.

    Danke für Hinweise!
     
  3. Ernie

    Ernie Mitglied

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    Ich bin weder Anwalt noch Richter, kann somit nur meine Erfahrung schildern: In ähnlichen Fällen habe ich nur die Hauptforderung beglichen und in einem Dreizeiler dieses dem Gläubiger so mitgeteilt. Danach habe ich nie wieder etwas davon gehört ...
     
  4. spammemad

    spammemad Gast

    Nur die Hauptforderung bezahlen, aber mit der Angabe "Zweckgebunden nur für die Hauptforderung aus Rechnung Nr. ... vom ...".

    Teilzahlungen werden nämlich regelmäßig nicht der Hauptforderung, sondern erst den Kosten angerechnet (§ 367 BGB Anrechnung auf Zinsen und Kosten). Die Zahlung eines gekürzten Betrags (hier des Rechnungsbetrages) muss deshalb immer zusammen mit einer genauen Erläuterung und Bestimmung des Betrages erfolgen (und vorzugsweise als Einschreiben Rückschein), sonst wird der Betrag nur als Teilzahlung auf die (jetztige) gesamte Forderung angesehen.

    Wenn der Empfänger damit nicht einverstanden ist, muss er den Betrag zurückweisen. Meistens sind diese speziellen Empfänger aber ausgesprochen gierig - die akzeptieren gerne den Betrag und dann gibt es keine Forderung mehr, die einen Anspruch auf Verzugskosten begründen könnte.

    FG

     
  5. Aigredouce

    Aigredouce Neues Mitglied

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    Hallo! Ich habe erstmal nur die Hauptforderung plus 1. Mahngebühr beglichen. Sollten sie damit nicht zufrieden sein, kann ich ja juristischer werden. Vielen Dank für Eure Antworten !