Warnung vor 01020 Billig-Vorwahl: Ein Anruf kostet 130 € -Vodafone reagiert nicht

Dieses Thema im Forum "Call by Call" wurde erstellt von Frank, 8. Dezember 2013.

  1. Frank

    Frank Neues Mitglied

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    Warnung vor 01020 Billig-Vorwahl: Ein Anruf kostet 130 € und Vodafone reagiert nicht
    Ein Anruf, der uns teuer zu stehen kam: Am 28.6.2013 habe ich unseren Klemptner kurz auf Handy angerufen und dabei die 01020 Billigvorwahl der Vodafone D2 GmbH gewählt. Dafür wurde uns als Kirchgemeinde Reuth dann per Telekom-Telefonrechnung incl. MwSt 129,55 € abgebucht. Angeblich hat unser Telefonat 24 Stunden und 1 Sekunde gedauert, was nachweislich falsch ist – ein technischer Fehler ohne unser Verschulden. Verdächtig ist, dass unser Klemptner ein Vodafone-Vertragshandy hat. Nun hatte die Vodafone D2 GmbH sich also völlig unberechtigt ca. 130 € von unserer Kirchgemeinde Reuth genommen, und mein Kampf begann, diese zurück zu bekommen. Dabei hat der Vodafone D2 Kundendienst 18 Wochen lang über alle Instanzen völlig versagt, indem er einfach nicht reagiert hat. Ich habe mehrmals per mail den Sachverhalt ausführlich geschildert habe immer wieder die angegebene Hotline angerufen, und habe alle detaillierten Unterlagen per Einschreiben geschickt: Keine Reaktion, außer ein Schreiben, dass Vodafone nicht weiß um was es geht. Daraufhin habe ich mir die Mühe gemacht, bei der Bundesnetzagentur ein Schlichtungsverfahren anzustrengen (Aktenzeichen Schli 3581). Nachdem Vodafone auch auf die Bundesnetzagentur wochenlang nicht reagiert hat, wurde das Verfahren wegen Fristüberschreitung erfolglos beendet. Daraufhin habe ich eine Strafanzeige bei der Polizei gegen die Vodafone D2 GmbH gestellt, wegen Betrug. Erst dann, 18 Wochen nach meiner ersten Beschwerde, reagierte Vodafone erstmals: Eine Mitarbeiterin rief plötzlich an und versicherte dass die 130 € zurück überwiesen werden. Kein Wort der Entschuldigung. Keine technische Klärung, wodurch der Fehler verursacht wurde. Und Niemand, der mich für ca. 10 Stunden Nervenkrieg am Schreibtisch entschädigt, die aufgrund des völligen Versagens des Vodafone Kundendienstes nötig waren, um unser Geld wieder zu bekommen. Ich kann vor Vodafone nur warnen und kenne viele andere die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. 8.12.2013, Frank Stepper, Wallstr. 6 in 08538 Reuth.
     
  2. Verena

    Verena Moderator Mitarbeiter

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    Hallo Frank,

    das ist ja eine schlimme Geschichte, die ich in dieser Form extrem ungewöhnlich finde. Was haben denn die Mitarbeiter an der Hotline gesagt, nachdem Sie den Fall geschildert hatten? Dass man sich kümmern würde? Dass man nichts machen könne?

    Im Falle eines so offensichtlichen Fehlers reagieren Unternehmen normalerweise ziemlich zeitnah. Ich kann nicht sagen, dass ich ähnliches von Vodafone schon einmal gehört hätte - mein Mann ist seit Jahren Vodafone-Kunde, und wir haben den Service eigentlich immer als kulant erlebt.

    Übrigens hätten Sie den Betrag zurückbuchen lassen können. Es ist möglich, nur den Telekom-Anteil der Rechnung zu zahlen.

    Viele Grüße,

    Verena
     
  3. Frank

    Frank Neues Mitglied

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    Vodafone Hotline war inkompetent

    Hallo Vera,

    danke für Dein Beileid.

    Die Hotline-Mitarbeiterinnen (wenn ich tatsächlich durchkam) haben sinngemäß gesagt: Wir geben Ihr Anliegen (per mail) weiter, aber ich kann leider nicht mit Jemand sprechen, der mit dem Fall betraut ist.

    Mir sind wie gesagt mehrere völlig unterschiedliche Fälle bekannt, wo Vodafone inkompetenten bzw. unseriösen Kundenservice hatte.
    Einmal wurde z.B. ein bestätigte Kündigung ignoriert udn weiter abgebucht. Gemeinsam hatten die Fälle, dass Vodafone versehentlich unberechtigt Geld abgebucht hatte und dies erst nach langer Zeit und nach aufwändigem Kampf zurückgegeben hat.

    Ja, das mit dem Zurückbuchen nach 6 Wochen habe ich auch gehört, als es schon zu spät war.

    LG Frank


     
  4. Till Wollheim

    Till Wollheim Neues Mitglied

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    Das nennt man "Rückgabe der Lastschrift"

    Eine gute Bank wird in so einem Fall, wo das Lastschriftverfahren offensichtlich ein rechtswidriges Inkasso unterstützt hat auch nach mehr als 6 Wochen eine RdL zulassen!
    Im Übrigen ist dafür nicht die Polizei zuständig sondern ein Anwalt. Man droht denen die Kosten eines Anwaltes an und gibt zwei Wochen Frist, dann ab zum Anwalt, wenn keine Reaktion. Den müssen die dann erstatten. Hätte denn der Installateur die Kürze des Anrufes bestätigt? Das wäre natürlich Voraussetzung für die Einschaltung eines RA!
     
  5. Immanuel

    Immanuel Neues Mitglied

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    manche Firmen reagieren nur auf Anwaltsschreiben

    Leider ist es inzwischen bei vielen Firmen üblich, am Service zu sparen und Kundenbeschwerden nicht ernst zu nehmen.

    Rückbuchen wäre hier zwar möglich gewesen, aber in einem laufenden Dauerschuldverhältnis führt dies meistens nicht zur Klärung, sondern zur Sperrung des Anschlusses, womit dem Kunden leider nicht geholfen ist.

    Bei vielen Firmen helfen nur Anwaltsschreiben, da nur diese - wenn überhaupt - ernst genommen werden. Alles andere wird mit unpassenden und nichtssagenden Textbausteinen abgewimmelt.

    Also:
    1. schriftliche Zahlungsaufforderung mit Fristsetzung (ca. 2 Wochen; konkretes Datum benennen [z.B. "bis zum 24.12.2013"]) möglichst per Post, Fax und E-Mail
    2. schriftliche Mahnung mit Fristsetzung (ca. 10 Tage; konkretes Datum benennen [z.B. "bis zum 24.12.2013"]) und Androhung, anderenfalls die Forderung mittels Anwalt gerichtlich durchzusetzen, möglichst per Post, Fax und E-Mail
    3. Anwalt beauftragen
    Soweit die Forderung berechtigt ist, ist die Firma mit der erfolglosen Mahnung nach Zahlungsaufforderung in Verzug gesetzt und muss dem Kunden die Anwaltskosten als Verzugsschaden ersetzen. Das wird der Anwalt mit einfordern.
    Soweit die Forderung aber unberechtigt ist, oder die Firma nicht im Verzug ist, bleibt man auf den Anwaltskosten sitzen.

    (Drohung mit Anwalt und Gericht ist für Verzug keine zwingende Voraussetzung. Es reicht: Zahlungsaufforderung + Mahnung.)

    Da viele Firmen mit schlechten Service heutzutage so modern sind, dass sie nicht einmal eine E-Mail-Adresse haben, reicht natürlich auch Zusendung per Post und Fax.

    Problem ist aber in allen 3 Fällen (Post, Fax, E-Mail), dass man nicht rechtssicher den Zugang beweisen kann, falls die Firma diesen bestreitet. (Wer sicher gehen will, kann den Gerichtsvollzieher mit der Zustellung beauftragen. Kosten: 10...20 € [ohne Gewähr!])

    Mir hat O2 auch vor kurzem unberechtigt Geld von meinem Prepaidguthaben abgebucht. Da ich keine Lust auf inkompetente Callcenter-Mitarbeiter hatte, habe ich den Betrag nur schriftlich zurückgefordert (per Post und Fax; O2 hat keine E-Mail-Adresse) und bekommen ("aus Kulanz", da O2 nicht souverän genug war, den Fehler einzugestehen).

    Allerdings habe ich meinen Anwaltsbriefkopf (Ich bin Rechtsanwalt.) verwendet. Ob ich mein Geld auch ohne Anwaltsbriefkopf so schnell wiederbekommen hätte, wage ich allerdings zu bezweifeln.
     
  6. Till Wollheim

    Till Wollheim Neues Mitglied

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    Sperre des Anschlusses unzulässig!

    Du hast offenbar nicht mitbekommen, daß es inzwischen unzulässig ist, wenn die TK den Anschluß deswegen sperrt! Eine Sperre ist nur zulässig bei unbegründeter Schuld und muß der Hauptbetrag sein! Gruß Till ;)
     
  7. Immanuel

    Immanuel Neues Mitglied

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    Und wenn der Anbieter dann trotzdem den Anschluss sperrt, weil er sich im Recht fühlt

    Ich befürchte aber, dass der TK-Anbieter davon ausgeht, dass seine Forderung zurecht besteht und deshalb dann den Anschluss einfach sperrt. Das ist dann die Macht des Faktischen. Natürlich kann man dann gegen den Anbieter klagen, weil der Anschluss zu unrecht gesperrt wurde. Aber der Anbieter wird im schlimmsten Fall das Urteil abwarten. Und solange ist man dann ohne Anschluss. In solch einem worst-case-Fall hilft dann wahrscheinlich nur noch ein Anbieterwechsel.