Handy-Billigtarife: Günstig telefonieren und surfen

Mobiles Telefonieren und Surfen muss nicht teuer sein. Dank der zahlreich in Deutschland aktiven Mobilfunk-Discounter kann man auch ohne lange Vertragsbindung günstig telefonieren und das Web mobil erkunden. Dabei steht eine Vielzahl an Billigtarifen für das Smartphone zur Wahl. Angeboten werden sowohl Prepaid-Tarife als auch Mobilfunk-Verträge. Vor allem für Wenigtelefonierer bzw. Wenigsurfer lohnt es sich, abzuwägen, während Intensivnutzer eher bei Laufzeittarifen fündig werden. Es gibt aber auch billige Handy-Verträge für den kleinen Geldbeutel: Für wenige Euro im Monat findet man schon Angebote mit allen, was man so braucht. Zum kleinen Preis ist auch Datenvolumen zum Surfen per Smartphone enthalten.

Günstige Prepaidtarife finden

Prepaid-Tarife: Flexibel und ohne Laufzeit

Wer sich nicht an einen Vertrag binden möchte, kann sich durch Nutzung eines Prepaid-Angebots Flexibilität sichern. Auch die Kosten bleiben im Blick, da der Kunde selber entscheidet, wie und mit welchem Betrag er sein Guthabenkonto auflädt. Ein monatlicher Grundpreis und ein Mindestumsatz fallen dabei meist nicht an, man kann aber auch Prepaid-Flatrates hinzubuchen. Wählt man einen Tarif ohne Grundgebühr, werden auch keine Kosten berechnet, wenn man mal gar nicht telefoniert.

Günstige Prepaid-Angebote gibt es etwa von Aldi Talk und Lidl Connect, den Mobilfunkmarken der großen Lebensmittel-Discounter. Während Aldi Talk auf das Netz von Telefónica Deutschland (O2/E-Plus) setzt, wird das Lidl-Angebot von Vodafone umgesetzt. Weitere Anbieter sind beispielsweise ja!mobil und Penny Mobil, die Mobilfunk-Tarife der REWE-Marken werden durch congstar realisiert. Je nach gewähltem Anbieter werden für den jeweiligen Basis-Prepaid-Tarif 9 bis 11 Cent pro Minute berechnet. Eine monatliche Grundgebühr fällt nicht an.

Discount-Anbieter Netz
Aldi Talk O2-Netz
Lidl D2 (Vodafone)
Ja!mobil D1 (Telekom)
Penny Mobil D1 (Telekom)

Ebenfalls auf Prepaid-Basis werden sogenannte Paket-Tarife angeboten, bei denen gegen eine geringe monatliche Gebühr eine bestimmte Zahl an Freiminuten (und teilweise auch SMS) sowie Datenvolumen für die Internetnutzung inklusive ist. Für rund fünf Euro pro Monat bekommt man bereits eine kleine Internetflat und 50 oder 100 Freieinheiten für SMS oder Telefonie, was vielen Normalnutzern genügt. Stellt man dann fest, dass das Datenkontingent doch ein wenig knapp bemessen ist, kann man vielfach auch Volumen nachbuchen oder den "Datenzähler zurückdrehen" lassen.

Billige Handy-Tarife ohne lange Bindung

Günstig-Angebote ohne lange Vertragslaufzeit gibt es ebenfalls in Form von Minutentarifen unter anderem bei diversen Discount-Marken des Telekommunikationsanbieters Drillisch, aber auch Ableger der großen Mobilfunker, etwa otelo oder congstar, sind hier aktiv.

So zahlen Kunden bei hellomobil beispielsweise 6 Cent pro Minute für Telefonate oder SMS in alle deutschen Fest- und Mobilfunknetze; man kann wählen, ob man per Rechnung bezahlen oder vorab Guthaben aufladen möchte. Der Unterschied zu Prepaid-Angeboten liegt dann eigentlich nur noch in der Form der Abrechnung. Generell bekommt man bei Drillisch Tarife in allen deutschen Mobilfunknetzen. Sehr groß ist das Angebot für billige Handy-Tarife im O2-Netz. Aber auch wer im Netz der Deutschen Telekom (D1) oder von Vodafone (D2) günstig telefonieren möchte, kann mittlerweile zwischen diversen Billig-Anbietern wählen. Im Mobilfunknetz der Deutschen Telekom werden die Tarife der Tochter congstar realisiert, die allerdings etwas mehr kosten als die ganz "billigen".

Allnet-Flats: Zum Pauschalpreis in alle deutschen Netze telefonieren

Flatrates für Telefonie in alle deutschen Netze, die sogenannten Allnet-Flats, sind ebenfalls relativ erschwinglich geworden und haben häufig zudem eine Handy-Internet-Flat zum Surfen mit an Bord. Im Rahmen von Aktionsangeboten finden sich Allnet-Flats mit einer Vertragslaufzeit von 24 Monaten teils bereits zum Preis von unter 10 Euro pro Monat. Die Vertragsbedingungen sollte man aber genauer lesen: Oft sind die besonders günstigen Tarife Aktionsangebote, die nach 24 Monaten teurer werden. Wer das vermeiden will, muss sich rechtzeitig wieder auf Tarifsuche begeben.

Welcher Mobilfunktarif ist der richtige für den eigenen Bedarf?

Wer auf der Suche nach einem Handy-Billigtarif ist, sollte sich nicht nur von einem niedrigen monatlichen Preis leiten lassen. Es gilt über den Kostenfaktor hinaus auch weitere Punkte zu berücksichtigen. Nicht alle Günstig-Tarife beinhalten etwa die Nutzung von LTE. Ist der schnelle Mobilfunkstandard gewünscht, sollte man einen Blick in das Kleingedruckte werfen.

Hier finden sich sowohl Angaben zur maximal nutzbaren Bandbreite sowie zu einer möglichen Datendrosselung nach Verbrauch des schnellen Datenvolumens. Vorsicht ist auch geboten, wenn man auf den Begriff "Datenautomatik" stößt. Hier wird nicht sofort gedrosselt, sondern erstmal weiteres Volumen aufgebucht – was jedesmal Geld kostet. Diese Automatik lässt sich oft nicht einmal deaktivieren. Zudem sollte man das eigene Mobilfunk-Nutzungsverhalten einigermaßen kennen: Wird ein günstiger Handy-Tarif mit verbrauchsbasierter Abrechnung gewählt, so kann schnell ein größerer Betrag anfallen, wenn man doch einmal mehr telefoniert.

Checkliste bei der Suche nach einem Billig-Handytarif:

  • Welches Mobilfunknetz wird bevorzugt?
  • Soll der Tarif minutenbasiert ohne Grundgebühr oder mit Freieinheiten und Grundgebühr sein?
  • Wird regelmäßig vom Handy in alle deutschen Netze telefoniert?
  • Wird häufig per Smartphone im Internet gesurft?

Die Konditionen der Handy-Billigtarife ändern sich regelmäßig. Mit unserem Tarifrechner lassen sich jeweils die aktuellen und günstigsten Mobilfunkangebote für den jeweiligen Bedarf anzeigen. Unter "Tarifdetails" werden die wichtigsten Konditionen des gewählten Tarifs aufgelistet.

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