Frequenzversteigerung

5G-Auktion: Gebote steigen auf über vier Miliarden Euro

1&1 Drillisch stieg am Montagmorgen bei der 5G-Auktion in der vierten Auktionswoche stark ein und hielt die meisten Höchstgebote, am Nachmittag setze sich dann die Telekom an die Spitze. Ein Ende der Versteigerung ist noch nicht in Sicht.

5G© Piotr Adamowicz / Fotolia.com

Mainz - Die vierte Woche der 5G-Auktion ist angebrochen - und das Wettbieten von Deutscher Telekom, Vodafone, Telefónica Deutschland und des Neulings 1&1 Drillisch um die begehrten 41 Frequenzblöcke ging am Montag weiter. Nach Auktionsrunde 142 konnte sich 1&1 Drillisch mit den meisten Höchstgeboten an die Spitze setzen. So sicherte sich der zu United Internet gehörende Mobilfunkanbieter Höchstgebote für 13 Frequenzblöcke. Mit fast 167 Millionen Euro kommt von 1&1 Drillisch auch das höchste Gebot für einen einzelnen Frequenzblock. Die Summe der Höchstgebote kletterte am Montagvormittag auf über 3,7 Milliarden Euro.

1&1 Drillisch macht Druck

1&1 Drillisch hielt konkret vier Höchstgebote im 2-GHz-Frequenzband sowie war zudem im 3,6-GHz-Frequenzband der Höchstbietende bei neun weiteren Frequenzblöcken. Damit ergibt sich nach Runde 142 folgende Aufteilung der Höchstgebote:

2-GHz-Frequenzband (12 Frequenzblöcke)

  • 1&1 Drillisch: Höchstgebote für 4 Frequenzblöcke
  • Vodafone: Höchstgebote für 3 Frequenzblöcke
  • Telekom: Höchstgebote für 3 Frequenzblöcke
  • Telefónica Deutschland: Höchstgebote für 2 Frequenzblöcke

3,6-GHz-Frequenzband (29 Frequenzblöcke)

  • 1&1 Drillisch: Höchstgebote für 9 Frequenzblöcke
  • Vodafone: Höchstgebote für 7 Frequenzblöcke
  • Telefónica Deutschland: Höchstgebote für 7 Frequenzblöcke
  • Telekom: Höchstgebote für 6 Frequenzblöcke

Telekom und Telefónica Deutschland abgeschlagen

Die Deutsche Telekom und Telefónica Deutschland halten demnach lediglich Höchstgebote für jeweils neun Frequenzblöcke, Vodafone führt mit den Geboten bei zehn Frequenzblöcken. Das Bild wird sich aber wohl schnell ändern, da jetzt die Mobilfunknetzbetreiber unter Druck stehen. Es dürfte daher in den kommenden Runden weiterhin Bewegung geben bei der Frequenzversteigerung - und die Marke von vier Milliarden Euro könnte vielleicht schon bald geknackt werden..

Update vom 08. April, 16.55 Uhr: Marke von vier Milliarden Euro ist erreicht

Die vier Teilnehmer an der 5G-Frequenzversteigerung haben die Summe der Gebote am Montagnachmittag auf über vier Milliarden Euro hochgetrieben. In Runde 150 wurde inklusive einer Zahlungsverpflichtung für zurückgenommene Höchstgebote ein Gesamtbetrag von 4,025 Milliarden Euro erreicht. 1&1 hält nun nur noch 9 Höchstgebote, die Telekom hat stark zugelegt und kommt jetzt insgesamt auf 15 Höchstgebote.

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