Neuer Mobilfunkstandard

5G-Frequenzauktion: Diese vier Mobilfunkanbieter nehmen teil

Der Kreis der Teilnehmer bei der Auktion zur Vergabe der 5G-Frequenzen ist bislang überschaubar. Am Nachmittag des 25. Januar ist Anmeldeschluss. Bislang haben sich die drei Mobilfunknetzbetreiber sowie United Internet angemeldet.

Jörg Schamberg, 25.01.2019, 13:05 Uhr (Quelle: DPA)
5G© Natalia Merzlyakova / Fotolia.com

Bonn - Bei der Frequenzauktion für das ultraschnelle mobile Internet 5G werden wie erwartet alle Netzbetreiber mitmachen. Nach Telefónica und Vodafone gab am Freitag auch die Deutsche Telekom bekannt, entsprechende Teilnahmeunterlagen bei der Bundesnetzagentur eingereicht zu haben. "Mit der Teilnahme an der Auktion verfolgen wir unser Ziel weiter, die beste Mobilfunkversorgung für Verbraucher und für die Industrie herzustellen", teilte die Telekom mit. 5G sei eine zentrale Zukunftstechnologie für die Digitalisierung. Mitmachen will auch der Online-Konzern United Internet, der bisher vor allem das Telefónica-Netz nutzt und erstmals eigene Funkmasten bauen würde.

5G vor allem für die Industrie wegen Echtzeit-Datenübertragung wichtig

5G ist weniger für den Privatkunden relevant, dem das Tempo des bisher schnellsten Mobilfunkstandards 4G für die meisten Anwendungen reichen dürfte. Für die Industrie hat 5G aber eine immense Bedeutung, etwa für Echtzeit-Datenübetragung in selbstfahrenden Autos oder in der Telemedizin. An diesem Freitagnachmittag (15 Uhr) ist Anmeldeschluss bei der Bundesnetzagentur. Es wurde nicht damit gerechnet, dass sich noch ein weiterer Konzern mit aussichtsreichen Chancen für die Teilnahme an der Auktion bewirbt.

5G-Frequenzauktion soll im Frühjahr 2019 starten

Die Versteigerung ist für das Frühjahr geplant. Die Bundesnetzagentur hatte Vergaberichtlinien festgelegt, gegen die praktisch die gesamte Telekommunikationsbranche aus unterschiedlichen Gründen Klagen eingereicht hat. Auch die Telekom untermauerte am Freitag noch mal ihre Kritik - der ehemalige Staatskonzern befürchtet, dass er sein Netz teilweise für die Konkurrenz öffnen muss, damit Verbraucher nirgendwo mehr Funklöcher haben. Dies würde eigene Investitionen entwerten, argumentiert der Bonner Konzern.

Update vom 25. Januar, 16:15 Uhr: Bundesnetzagentur bestätigt vier Teilnahmeanträge für 5G-Auktion

Es seien vier Anträge auf Teilnahme an der Versteigerung eingegangen, bestätigte die Bundesnetzagentur. Die Auktion soll in der zweiten Märzhälfte stattfinden. Bei den Antragstellern handelt es sich um die drei bisherigen Netzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica sowie um den aufstrebenden Mobilfunk-Discounter 1&1-Drillisch, der noch kein eigenes Netz hat.

Im Laufe des Februars will das Amt entscheiden, ob die Firmen für die Auktion in Mainz zugelassen werden - dies gilt als Formalie. Die Mindestgebote für die 41 Frequenzblöcke liegen zwischen 1,7 und 5 Millionen Euro, alle Mindestgebote zusammengenommen wären das 104 Millionen Euro. Die tatsächlichen Einnahmen dürften aber in Anbetracht der Bedeutung von 5G um ein Vielfaches höher liegen. Schätzungen zufolge könnten fünf Milliarden Euro in die Staatskassen gespült werden.

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