Wettbieten

5G-Frequenzversteigerung: Gebote nun bei über drei Milliarden Euro

Die 5G-Auktion der Bundesnetzagentur hat die Marke von drei Milliarden Euro geknackt. Ein Ende der Versteigerung von 41 Frequenzblöcken ist noch nicht in Sicht. Neben den drei Mobilfunknetzbetreibern bietet auch 1&1 Drillisch mit.

5G© jamesteohart/ Fotolia.com

Mainz - Nach einer Hängepartie nimmt die Auktion von 5G-Mobilfunkfrequenzen wieder Fahrt auf: Die Höchstgebote der vier Telekommunikationsfirmen überstiegen am Donnerstag die Schwelle von drei Milliarden Euro, wie aus der Webseite der Bundesnetzagentur hervorgeht. Dabei eingerechnet sind Zahlungsverpflichtungen von über 286 Millionen Euro, die sich wegen zurückgenommener Höchstgebote ergeben. Die Versteigerung hatte am 19. März am Mainzer Technik-Standort der Bonner Behörde begonnen, neben der Deutschen Telekom, Vodafone und Telefónica macht auch der Neueinsteiger Drillisch mit, der bisher kein eigenes Netz hat.

5G-Auktion stocke am Dienstag - Ende noch nicht absehbar

In den vergangenen zwei Tagen hatte es weniger Höchstgebote gegeben als zuvor - es sah zwischenzeitlich so aus, als gehe die Veranstaltung bald zu Ende. Doch am Mittwoch mischten die Firmen wieder munter mit und die Gesamtsumme der Höchstgebote auf die 41 Frequenzblöcke kletterte nach oben - ein Ende ist nicht absehbar. Im 3,6-GHz-Band zogen Drillisch und Telefónica ihre Gebote für insgesamt sechs Frequenzblöcke zurück.

Verteilung der Höchstgebote nach dem Ende der 127. Auktionsrunde:

2-GHz-Frequenzbereich (12 Frequenzblöcke)

  • Deutsche Telekom: Höchstgebote für vier Frequenzblöcke
  • Vodafone: Höchstgebote für drei Frequenzblöcke
  • Telefónica Deutschland: Höchstgebote für einen Frequenzblock
  • 1&1 Drillisch: Höchstgebote für vier Frequenzblöcke

3,6-GHz-Frequenzbereich (29 Frequenzblöcke)

  • Deutsche Telekom: Höchstgebote für sieben Frequenzblöcke
  • Vodafone: Höchstgebote für drei Frequenzblöcke
  • Telefónica Deutschland: Höchstgebote für sieben Frequenzblöcke
  • 1&1 Drillisch: Höchstgebote für sechs Frequenzblöcke
  • zurückgezogene Gebote für sechs Frequenzblöcke

Das höchste Einzelgebot für einen einzelnen Frequenzblock kam mit über 143 Millionen Euro von der Telekom.

Auktionserlöse sollen in die Digitalisierung fließen

Nun dürfte die Auktion kein finanzieller Flop mehr werden für den Staat, der die Einnahmen in die Digitalisierung stecken will. Experten waren vor Auktionsstart von einem Einnahmenkorridor zwischen drei und fünf Milliarden Euro ausgegangen. Bei der letzten großen Frequenzauktion 2015 waren es rund 5 Milliarden Euro.

Diesmal gelten die Ausbauauflagen aber als besonders streng und anspruchsvoll für die Netzbetreiber. Bis Ende 2022 sollen 98 Prozent der Haushalte sowie Autobahnen und andere Strecken mit schnellem mobilen Internet versorgt werden. 5G steht für 5. Mobilfunkgeneration, der Standard ist für die Industrie wichtig.

Quelle: DPA

Wissenswertes zum Thema
Zum Seitenanfang
Der BT-Navigator
Quicklinks