Funklöcher stopfen

700-MHz-Frequenzen: Vodafone baut LTE-Netz weiter aus

Mobilfunkprovider Vodafone will weitere Lücken bei der LTE-Versorgung in Deutschland schließen. Das Unternehmen hatte sich bei der Mobilfunk-Auktion 2015 Frequenzen im 700-MHz-Band ersteigert, die nun für den Ausbau genutzt werden sollen.

Diana Schellhas, 05.07.2019, 11:23 Uhr
Vodafone© Vodafone GmbH

Düsseldorf – Der Düsseldorfer Netzbetreiber Vodafone verspricht mit einem groß angelegten Netzausbau weitere Funklöcher zu schließen. Möglich wird das mit den 700-MHz-Frequenzen, die jetzt vollständig zur Verfügung stehen, berichtet der Mobilfunkprovider.

Die Frequenzen wurden zuvor für terrestrisches Fernsehen genutzt. Nach der Umstellung auf den Übertragungsstandard DVB-T2 sind diese Frequenzen nun vollständig frei und können für mobiles Breitband genutzt werden. Die Telekom hatte bereits im Februar angekündigt, die Nutzung bei der Bundesnetzagentur beantragt zu haben. Man hoffe, die Frequenzen bis Mitte des Jahres nutzen zu können, so die Telekom damals.

Vodafone: Erste LTE-Mobilfunkstationen bereits in Betrieb

In NRW und in Brandenburg seien bereits die ersten LTE-Mobilfunkstationen im 700-MHz-Band in Betrieb genommen worden, erklärt Vodafone weiter. Im nächsten Zwischenschritt sollen bis Ende dieses Geschäftsjahres 200 Mobilfunkstationen mit 700-MHz-Frequenzen Bestandteil des Vodafone-Netzes in Deutschland sein.

700-MHz-Frequenzen wurden 2015 ersteigert

Bei der Mobilfunk-Auktion durch die Bundesnetzagentur in 2015 sicherte sich Vodafone 20 MHz im 700-MHz-Band. Dieses so genannte UHF-Band (= Ultra High Frequency) ist aufgrund hoher Reichweite und guter Gebäude-Versorgung optimal für den Ausbau von mobilem Breitband-Internet in der Fläche geeignet, so der Mobilfunknetzbetreiber weiter. Und genau für diesen weiteren Breitband-Netzausbau und die Schließung von Funklöchern beim mobilen Internet würden die 700-MHz-Frequenzen künftig eingesetzt werden.

Die 700er-Frequenzen seien ein wichtiger Baustein des aktuellen Ausbaus: Zurzeit wären rund 99,8 Prozent der Bevölkerung an das Mobilfunknetz des Anbieters angeschlossen. 93,7 Prozent der Bevölkerung würden mit der mobilen Breitbandtechnologie LTE versorgt. Aktuelles Ausbauziel sei, die besiedelten Gebiete in Deutschland möglichst flächendeckend mit LTE zu versorgen. Deshalb realisiere der Konzern in diesem Jahr bundesweit insgesamt 5.500 LTE-Bauprojekte.

Zudem sei bereits der Aufbau des 5G-Netzes im Live-Betrieb gestartet: Mit 5G sollen bis Ende 2021 bis zu 20 Millionen Menschen in Deutschland erreicht werden.

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