Bitkom

88 Prozent aller Smartphone-Nutzer setzen auf Messenger-Apps

Messenger-Apps wie WhatsApp, Signal oder Threema sind so gut wie auf jedem Smartphone installiert und werden auch genutzt. Das zeigt eine Umfrage des Digitalverbandes Bitkom. Auch bei Senioren liegt der Anteil demnach bei 45 Prozent.

Diana Schellhas, 14.05.2021, 10:19 Uhr
WhatsApp ChatRund 290 Milliarden Messenger-Nachrichten werden in Deutschland nach einer Bitkom-Berechnung voraussichtlich in diesem Jahr empfangen.© Rido / Fotolia.com

Wer ein Smartphone hat, greift fast immer auch auf Messenger-Dienste wie WhatsApp, Signal oder Threema zurück. 9 von 10 (88 Prozent) Nutzerinnen und Nutzern von Smartphones verwenden entsprechende Apps, das entspricht rund 50 Millionen Menschen in Deutschland. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter 1.003 Personen in Deutschland ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Umfrage: Fast die Hälfte aller Senioren kommuniziert über Messenger-Apps

Bei den 16- bis 29-Jährigen (100 Prozent) und 30- bis 49-Jährigen (96 Prozent) sind es demnach sogar praktisch alle, bei den 50- bis 64-Jährigen beträgt der Anteil 88 Prozent und selbst unter den Senioren ab 65 nutzt fast die Hälfte (45 Prozent) einen oder mehrere Messenger.

Bitkom: WhatsApp dominiert den Markt

Rund 290 Milliarden Messenger-Nachrichten werden in Deutschland nach einer Bitkom-Berechnung voraussichtlich in diesem Jahr empfangen. Dabei dominiere WhatsApp. So hätten zum Beispiel in einer weiteren aktuellen Umfrage unter Eltern schulpflichtiger Kinder 25 Prozent angegeben, dass Lehrerinnen und Lehrer sie über WhatsApp kontaktieren und informieren würden. Lediglich in 4 Prozent der Fälle würden dazu andere Messenger genutzt.

Verunsicherung wegen neuer Datenschutzbestimmungen

"Messenger sind inzwischen das am häufigsten genutzte Kommunikationsmittel. Umso wichtiger ist, dass Kommunikation über Messenger in einem absolut vertrauensvollen und sicheren Umfeld stattfinden kann. Die aktuelle Diskussion um die Nutzungsbedingungen von Whatsapp hat hier viel Verunsicherung ausgelöst", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Dabei werde auch deutlich, welch hohen Stellenwert Datenschutz bei vielen Menschen habe, ihnen aber oft unklar sei, worauf sie genau achten müssten. Verständlichere Erläuterungen sowohl durch Anbieter als auch durch die Datenschutzbehörden könnten Nutzerinnen und Nutzern wirklich helfen, so Rohleder weiter.

WhatsApp hat für den 15. Mai Anpassungen der Datenschutz-Bedingungen angekündigt. Kritiker warnen davor, dass damit der erweiterte Daten-Austausch mit der Konzernmutter Facebook ermöglicht werden soll, was WhatsApp jedoch bestreitet. Zu Beginn soll auch bei Ablehnung des Updates der Messenger weiter wie gewohnt genutzt werden können, das soll sich aber nach wenigen Wochen ändern.

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