Nachgerechnet

Allnet-Flat kommt oftmals teurer

Die Allnet-Flatrate ist gerade schwer im Kommen: Immer mehr Mobilfunkanbieter nehmen die Pauschalen in ihrem Angebot auf und auch immer mehr Nutzer steigen auf den vermeintlich günstigeren Tarif um. Aktuelle Zahlen beweisen allerdings, dass sich die Flatrate nicht für jedermann lohnt.

Smartphone© Robert Kneschke / Fotolia.com

Heidelberg (red) – Wie eine Auswertung des unabhängigen Verbraucherportals Verivox im März 2014 zeigt, rechnen sich die sogenannten Allnet-Flatrates für Smartphone-Nutzer mit einem durchschnittlichen Nutzungsverhalten nicht.

Allnet-Flatrate mehr als doppelt so teuer

Zahlen des VATM und des Bitkom für 2013 zeigen, dass ein Handynutzer rein statistisch pro Monat 150 Minuten telefoniert, 82 SMS versendet und 261 Megabyte Datenvolumen verbraucht. Für diesen durchschnittlichen Nutzer wäre derzeit der Tarif von K-Classic Mobil das günstigste Angebot, berichtet Verivox. Etwa acht Euro würden dabei monatlich fällig. Greife er stattdessen zu der für sein Nutzungsprofil günstigsten Allnet-Flatrate von hellomobil, müsste er pro Monat zehn Euro mehr zahlen, nämlich rund 18 Euro.

Für Komfort zahlen Nutzer mehr

Wie die Modellrechnung zeigt, kostet die Allnet-Flatrate deutlich mehr – dennoch erfreuen sich solche Pauschalen immer größerer Beliebtheit. "Für den Komfort, ohne Angst vor hohen Kosten unbegrenzt zu telefonieren, zu simsen und zu surfen, zahlen viele Nutzer gerne einen höheren Preis", sagt Verivox-Telekommunikationsexperte Sven Ehrmann. Außerdem würden die Allnet-Flatrates von Seiten der Anbieter stark beworben und meist zusammen mit aktuellen Smartphone-Modellen angeboten.

Handyrechnung gibt Aufschluss

Eine Allnet-Flatrate lohnt sich hingegen für Anwender, die etwas häufiger zum Smartphone greifen: Ein Nutzer, der beispielsweise 250 Minuten telefoniert und 93 SMS pro Monat versendet, fährt mit einer Allnet-Flatrate günstiger als mit einem Minutentarif. Zudem beinhalten die umfassenden Pauschalen meist auch größere Datenpakete: Wer regelmäßig mobil surft bzw. Messenger-Dienste anstelle der SMS-Kurznachrichten nutzt, benötigt auch mehr Datenvolumen. "Bei der Entscheidung für oder gegen einen Tarif sollten Smartphone-Nutzer deshalb immer ihr persönliches Nutzerverhalten zu Grunde legen", empfiehlt Ehrmann. Aufschlussreich ist schon ein Blick auf die letzte Handyrechnung, da man so ganz einfach sieht, wie viele Telefonminuten, SMS und Megabyte pro Monat anfallen.

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