Günstige Tarife

Allnet-Flatrate und Minutenpaket im Preisvergleich

Allnet-Flatrates fürs Handy sind mittlerweile kaum noch teurer als Minutenpakete, so eine Analyse von TopTarif. Zwar brauchen viele keine Sprach-Flatrate, aber diese bietet dafür Kostensicherheit, wenn man mal mehr telefoniert.

telefonieren© Andres Rodriguez / Fotolia.com

Berlin – Die meisten Handynutzer benötigen keine Allnet-Flatrate in alle Netze, da die Tarifleistung den eigenen Bedarf oft übersteigt. Doch wie eine Auswertung des Vergleichsportals TopTarif zeigt, kosten Flatrates heute kaum mehr als Minutentarife mit begrenzten Freieinheiten.

Allnet-Flatrate nur rund einen Euro teurer

Statistisch gesehen verbraucht ein deutscher Handynutzer im Monat 140 Telefonminuten, verschickt 18 SMS und nutzt 510 MB Datenvolumen. Dem Bedarf entsprechend wäre für diesen Nutzer ein Minutentarif mit 300 Freieinheiten (Minuten und SMS) und einem Gigabyte Datenvolumen pro Monat das beste Angebot. Kostenpunkt: rund sieben Euro. Ein Flatrate-Tarif mit 2 GB Datenvolumen kostet monatlich nur 1,25 Euro mehr. Über 24 Monate Laufzeit gerechnet sind das Mehrkosten von 30 Euro – für unbegrenztes Telefonieren und mehr Datenvolumen.

Auch Minutenpakete sind günstiger geworden

Insgesamt haben sich Preise von Allnet-Flatrates allein in den letzten drei Jahren stark verändert. Der Pauschaltarif mit 2 GB Datenvolumen kostete 2014 noch rund 30 Euro und damit fast vier Mal so viel wie heute. 2015 war er noch doppelt so teuer. Das gleiche Bild zeigt sich bei den Minutentarifen. Auch hier sind die Preise seit 2014 um das Vierfache gesunken – allerdings bei ähnlich bleibenden Tarifbedingungen. "Pauschaltarife werden immer günstiger und beinhalten auch deutlich mehr Leistung. Deswegen kommen sie für immer mehr Kunden in Frage – auch für Wenignutzer", sagt Dr. Arnd Schröder, Geschäftsführer von TopTarif.

Auslaufmodell Minutentarif

Minutentarife mit festgelegten Freieinheiten seien nicht flexibel und nur für Verbraucher rentabel, die ihr Nutzerverhalten genau kennen, so TopTarif. Denn wer doch etwas mehr verbrauche als im Tarif eingeschlossen, zahle immer drauf. Im Gegenzug verfallen nicht genutzte Inklusiveinheiten. "Flatrates haben einen entscheidenden Vorteil: Niemand muss akribisch Minuten zählen oder sein Surfverhalten einschränken", sagt Schröder. "Daher ist Handynutzern mit Minutenpaketen zu empfehlen, ihren aktuellen Handytarif auch mit Flatrate-Angeboten zu vergleichen. Entwickelt sich der Markt weiter so rasant, werden Minutenpakete kaum mehr attraktiv sein", schätzt Dr. Schröder.

Große Datenpakete bleiben teuer

Die Datennutzung ist im Vergleich zu 2014 fast um das Doppelte gewachsen. Deutschland surft so viel mobil wie niemals zuvor. Darauf haben auch die Mobilfunkanbieter reagiert: Kaum ein Tarif ist heute unter 500 MB Datenvolumen zu haben. Smartphone-Flatrates mit großen Datenpaketen ab 5 GB und mehr lassen sich die Mobilfunkanbieter hingegen noch teuer bezahlen: monatlich ab 20 Euro aufwärts. "Wer wenig telefoniert und SMS schreibt und bereits komplett auf die Datennutzung umgestiegen ist, für den könnte sich auch ein reiner Datentarif lohnen", sagt Dr. Schröder.

Günstige Handytarife finden
Wissenswertes zum Thema
Zum Seitenanfang
Der BT-Navigator
Quicklinks