Plagiate

Billig-Akkus sind oft Fälschungen

Beim Kauf von Billig-Akkus fürs Smartphone sollte man Vorsicht walten lassen. Statt neuer Original-Batterien bekommt man bei Online-Bestellung häufig Plagiate aus Fernost. Wenn man weiß, wie, kann man Fälschungen aber ganz gut erkennen.

Akku aufladen© Marek Gottschalk / Fotolia.com

Hannover (dpa/tmn/red) - Wer billig kauft, zahlt zweimal. Dieses Sprichwort gilt auch bei Ersatzakkus für Smartphones. Wer sich nämlich auf im Netz angebotene Billigangebote einlässt, kann schnell ein minderwertiges Plagiat im Briefkasten haben. Bei einem Test der Zeitschrift "c't" (Ausgabe 10/2015) erwiesen sich alle zwölf beim Onlinehändler Amazon gekauften vermeintlichen Samsung-Akkus als Fälschung. Vier der Billig-Akkus wurden von Amazon selbst bezogen, acht über auf der Plattform vertretene Händler.

Falsche Akkus halten nicht so lange

Das Problem an den Fälschungen: Abgesehen davon, dass unerlaubtes Kopieren von Produkten rechtlich problematisch ist, sind die Schummelakkus in der Regel von schlechterer Qualität als Originalteile. Sie altern schneller und haben damit schon früh nicht mehr die volle Kapazität. Auf die Lebensdauer gerechnet, spart man so trotz des geringeren Anschaffungspreises kein Geld.

So erkennt man Fälschungen

Der Rat der Experten: Den Preis des Originalteils beim Hersteller recherchieren. Liegt der Angebotspreis für einen Akku mit der gleichen Modellnummer im Netz deutlich darunter, handelt es sich mit großer Sicherheit um Fälschungen. Ein weiterer Anhaltspunkt ist die Originalverpackung. Samsung etwa liefert seine Akkus in einer verschweißten Blisterverpackung mit grauer Schrift und blauen Flächen mit gerundeten Kanten aus. Samsung selbst rät beispielsweise dazu, genau auf die Verpackung zu achten. Minderwertige Qualität, unscharfe Beschriftung oder vom Original abweichende Firmenlogos sind Anzeichen für Fälschungen. Auch Nutzerbewertungen bei den verschiedenen Onlinehändlern können ein Hinweis auf Plagiate sein. Häufen sich Beschwerden über verdächtige Ware, sollte ein anderer Händler gewählt werden.

Sonderfall Apple: Akkus fast immer gefälscht

Besonders stutzig sollten übrigens Besitzer von Apple-Geräten sein, die im Netz auf Ersatzbatterien stoßen. Das US-Unternehmen verkauft nämlich keine Ersatzakkus im freien Handel. Lediglich Werkstätten werden beliefert. Vermeintliche Ersatzakkus für iPhone oder iPad sind in den meisten Fällen also Fälschungen.

Quelle: DPA

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