Kommende Updates

Corona-Warn-App: Viele neue Funktionen bis März 2021 geplant

Die Entwickler von der Telekom und SAP sollen unter anderem an einer Erinnerungsfunktion, einem verbesserten Warnsystem bei Risikobegegnungen samt Historie und einem häufigeren Datenabgleich arbeiten.

Christoph Liedtke, 05.11.2020, 11:48 Uhr
Corona Warn-AppDie deutsche Corona-Warn-App soll in den kommenden Monaten um viele Funktionen erweitert werden.© AA+W / Adobe Stock

Die deutsche Corona-Warn-App könnte durch die steigenden Zahlen der zweiten Corona-Welle im Herbst und Winter dieses Jahres ein noch wichtigeres Werkzeug zur Kontaktverfolgung werden, da die zuständigen Ämter zunehmend an ihre Belastungsgrenzen stoßen. Die von der Deutschen Telekom und SAP entwickelte App soll deshalb um einige neue Funktionen verbessert werden, darunter ein häufigerer Datenabgleich und eine intelligentere Risikobegnungserfassung.

Dem Business Insider liegen laut eigenen Angaben Einzelheiten zur Entwicklung und den Funktionen vor, die in den nächsten Monaten über mehrere Updates hinweg integriert werden sollen. Die Roadmap erstrecke sich über einen Zeitraum von Ende November bis März nächsten Jahres. Wir haben das Wichtigste in der nachfolgenden Übersicht zusammengefasst.

Update 1.7 - Ende November 2020

  • Mit einem Update soll eine Erinnerungsfunktion nachgereicht werden, um positiv getestete App-Nutzer mehrmals zu ermutigen, das Testergebnis anonym zu teilen und dadurch andere Nutzer zu warnen. Aktuell teilen nur rund 60 Prozent der positiv getesteten Nutzer ihr Ergebnis.
  • Außerdem soll der anonyme Datenabgleich, um auf mögliche Risikobegegnungen hinzuweisen, nicht mehr nur alle 24 Stunden stattfinden, sondern mehrmals täglich.

Update 1.8 - Mitte Dezember 2020

  • Bereits in der zweiten Dezemberwoche sollen mit der Version 1.8 App- und Pandemie-Statistiken integriert, technische Optimierungen vorgenommen und weitere Sprachen, darunter Französisch, Russisch und Arabisch, unterstützt werden.

Update 1.10 - Ende Februar 2021

  • Mit einem größeren Update auf Version 1.10 soll vor allem die Risikobegegnung verbessert werden, die dann auch die Dauer und den Abstand bei Kontakt mit einer infizierten Person beachte. Die App werde beispielsweise keine Warnung mehr ausgeben, wenn Nutzer sich nur über einen sehr kurzen Zeitraum und in großer Distanz einem Risiko ausgesetzt haben.
  • Um besser einzuschätzen, wann sich App-Nutzer angesteckt haben könnten, wollen die Entwickler eine Historie integrieren, die alle Risikobegegnungen zeitlich auflistet.
  • Es ist zudem von einer Art Kontakttagebuch die Rede, um im Falle eines positiven Testergebnisses die Nachverfolgung zu erleichtern.
  • Ebenfalls in Version 1.10 soll die App Links zu externen Dienstleistungsangeboten unterstützen, um beispielsweise auf ein Ausfüllen von Kontaktlisten in Restaurants verzichten zu können. Stattdessen würden sich App-Nutzer mittels QR-Code authentifizieren und bei einem positiv nachgewiesenen Fall während des Restaurantbesuchs per App informiert werden.

Zum derzeitigen Stand wurde die deutsche Corona-Warn-App mehr als 21 Millionen Mal auf Android-Smartphones und iPhones heruntergeladen. Ob durch die neuen Funktionen mehr Menschen die App nutzen werden, wird sich spätestens mit den kommenden Updates zeigen. Dann dürfte sich auch offenbaren, ob die dem Business Insider zugespielten Informationen der Wahrheit entsprechen.

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