Kurz und knapp

Die wichtigsten Trends zur Handymesse MWC

Ab dem 24. Februar ist es wieder soweit: die Handy- und Mobilfunkbranche trifft sich in Barcelona zum Mobile World Congress. Das Gesicht der Messe wandelt sich: Durch die zunehmende Vernetzung werden längst nicht mehr nur Handys gezeigt.

Mobile World Congress© GSM Association

Barcelona (dpa/red) - Das Geschäft wandelt sich. Der Großteil des Wachstums beim Smartphone-Absatz kommt derzeit aus den Schwellenländern und der Dritten Welt - China, Indien, Afrika. Es lockt ein riesiger unerschlossener Markt: Rund zwei Drittel der Weltbevölkerung sind noch nicht im Internet.

Inzwischen ist absehbar, dass für den Großteil von ihnen das Smartphone zum ersten Computer-Gerät wird. Günstige Geräte sind dort gefragt, was den Aufstieg chinesischer Hersteller befeuert, die in großen Stückzahlen billige Smartphones mit dem Google-System Android absetzen können.

Android bleibt treibende Kraft

Android werde auf absehbare Zeit die treibende Kraft hinter dem Smartphone-Boom in den Wachstumsmärkten bleiben, betont Gartner-Analyst Gupta. Dabei gibt es immer mehr Android-Geräte, die von Google-Diensten entkoppelt sind. Auf diese zum Teil für die Hersteller kostenpflichtigen Google-Dienste verzichten inzwischen viele chinesische Anbieter, aber auch Amazon nabelte eine eigene Android-Version für sein Tablet Kindle Fire ab.

Tragbare Technik

Zur neuen Geräteklasse der sogenannten "Wearables" gehören zum Beispiel Computer-Uhren oder Datenbrillen wie Google Glass. Der Markt steht noch ganz am Anfang, aber die Wachstumsaussichten gelten als enorm. Die Marktforschungsfirma Canalys rechnet für dieses Jahr mit dem Absatz von acht Millionen "smarten Armbändern" fürs Handgelenk. Ein Problem sind bisher die Batterielaufzeiten und die Anbindung an Smartphones.

Vernetzung und das Internet der Dinge

Inzwischen werden auch immer mehr Alltagsgegenstände miteinander verbunden - Haustechnik, Zahnbürsten, Autos. Der Netzausrüster Ericsson geht von 50 Milliarden vernetzten Geräten zum Jahr 2020 aus. Das stellt ganz neue Ansprüche an die Netze. Die Industrie setzt vor allem auf den superschnellen LTE-Funk, um die Datenlawine umzuschlagen. Die Messe selbst, die einst von Handy-Herstellern und Netzbetreibern beherrscht wurde, wird zugleich immer mehr zur Arena für vernetzte Technik aller Art. So will Ford ein neues Automodell in Barcelona präsentieren, obwohl wenige Tage später der Genfer Autosalon ansteht.

Fitness-Technik

Pioniere wie FitBit oder Jawbone machten mit ihren Fitness-Armbändern den Anfang, inzwischen schwimmen auch Platzhirsche wie Samsung, Sony oder LG auf der Sport-Welle mit. Es geht darum, die Aktivität der Nutzer zu messen und sie zu mehr Bewegung sowie einem gesünderen Lebenswandel zu motivieren. Dabei sammeln sich auch eine Menge von Daten an, zum Beispiel über die Schlafqualität.

Quelle: DPA

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